Mit einem Auswärtssieg bei der HSG Nordhorn-Lingen wollen sich Lukas Saueressig und seine Teamkollegen vom HBW Balingen-Weilstetten in die WM-Pause verabschieden. Foto: Kara

Handball: Trainer Bürkle: "Wir wollen natürlich punkten." Letztes Spiel vor dem 6. Februar.

Ein Knaller im Kampf um den Klassenerhalt steht für den Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten zum Abschluss des Jahres an. Am Mittwoch steigt für das Team von Trainer Jens Bürkle das Vier-Punkte-Spiel bei der HSG Nordhorn-Lingen (18 Uhr, Emslandarena Lingen). Gerade einmal ein Punkt trennt die beiden Rivalen – der HBW (7:21) belegt als 16. den ersten Nichtabstiegsplatz, die Gastgeber (6:22) folgen auf dem 17. Rang.

"Wir wollen natürlich punkten. Das wird ein schweres, aber sicher machbares Spiel. Ich bin guter Dinge, weil wir in den vergangenen Tagen sehr fokussiert gearbeitet haben. Wir haben ein paar Strategien entwickelt, jetzt müssen wir nur noch gut Handball spielen", sagt HBW-Trainer Bürkle.

Während die meisten anderen Teams vor der WM-Pause noch ein weiteres Mal ran müssen, gehen die Schwaben zum letzten Mal vor dem 6. Februar – dann steht das nächste Kellerduell bei GWD Minden auf dem Programm – auf die Platte. Nordhorn-Lingen ist am 27. Dezember noch beim HC Erlangen gefordert. Möglicherweise ein Vorteil für den HBW. "Jeder weiß, dass es jetzt noch einmal in diesem Jahr drum geht. Wir haben uns auch mit unseren Leistungsträgern unterhalten. Sie müssen am Mittwoch liefern. Denn wenn sie unter ihren Möglichkeiten bleiben, werden wir in Lingen Probleme bekommen", sagt Bürkle.

Schließlich zeigten sich seine Top-Leute bei den jüngsten Niederlagen gegen Magdeburg (26:39), in Wetzlar (26:36) und am Sonntag zu Hause gegen die Füchse Berlin (19:28) nicht richtig auf der Höhe. Von einer Krise will Bürkle nach 0:6 Punkten in Serie dennoch nicht sprechen. "Wir müssen einfach mal sehen, gegen wen wir gespielt haben."

Was den HBW und Nordhorn-Lingen unterscheidet: Die HSG hat mit Erfolgen beim Aufsteiger Coburg (29:26), gegen Ludwigshafen (27:24) und in Essen (33:26) Duelle mit direkten Konkurrenten im Tabellenkeller für sich entschieden. Die Schwaben haben in zwei Partien gegen Teams aus den hinteren Gefilden des Tableaus bislang noch gar nichts gerissen.

Allerdings hat das Team von Trainer Daniel Kubes, in dem mit Torjäger Robert Weber und Markus Stegefelt – der Schwede kam vor der Saison vom TV Hüttenberg und war dort Teamkollege von HBW-Spielmacher Björn Zintel – zwei Spieler stehen, die auch schon das Trikot des HBW Balingen-Weilstetten trugen, zuletzt sechs Mal in Serie verloren.

Verzichten muss HBW-Coach Bürkle auf James Junior Scott (Verletzung am Sprunggelenk) und Kreisläufer Fabian Wiederstein (Bruch des Kehlkopfs). René Zobel muss wegen einer Bänderverletzung am Daumen der linken Wurfhand passen, nachdem er zuletzt gegen Berlin wieder im Aufgebot gestanden war. Um Vladan Lipovina gegebenenfalls auf der rechten Halbposition zu entlasten, will der Trainer auf die Option mit drei Rechtshändern in der Rückraumreihe setzen.

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