Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Propolis, das Tamina Moser (Zweite von links) in den Händen hält, war erfolgreich. Links von ihr, David Drissner, Professor auf dem Gebiet der Mikrobiologie, rechts Tanja Ruhnau, mit der sie zum Thema Propolis forschte. Außerdem bei der Gartenschau: Friedrich Scholte-Reh, Vorsitzender, und Ludwig Englert, Vizevorsitzender des Imkervereins Foto: /Stotz

Seit einigen Jahren kooperieren die Hochschule Albstadt-Sigmaringen und der Imkerverein Balingen-Rosenfeld-Geislingen erfolgreich. Thema bei der Gartenschau war unter anderem: Wie lässt sich Propolis nutzen?

Die Imkerei hat seit rund zehn Jahren keinerlei Nachwuchssorgen – das zeigt unter anderem der Zulauf zu den Imkerschulungen des Imkervereins Balingen-Rosenfeld-Geislingen. Er steigt von Jahr zu Jahr.

„Denn“, so Friedrich Scholte-Reh, Vorsitzender der Imker in der Region, „Imker stehen für Insektenschutz“. Wissenschaftlich unterstützt werden die hiesigen Hobbyimker in ihrer Arbeit von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Dabei ist vor allen Dingen der Studiengang Lebensmittel, Ernährung und Hygiene aktiv dabei.

Dass Bienen mehr sind als Honiglieferanten, wurde beim Tag der deutschen Imkerei auf der Gartenschau Balingen erneut besonders deutlich. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Klima und Bienen schützen – Bestäubung und Erträge sichern“.

Kooperation mit der Hochschule

Eines der Produkte, das Bienen liefern, ist Propolis. Doch was kann dieses Propolis? Um diese Frage zu klären, lud der Imkerverein mit der Hochschule in den Imkereibereich der Balinger Gartenschau ein.

Propolis, das ist eine alte Bezeichnung für das Kittharz, mit dem Bienen ihre Wohnungen gegen natürliche Feinde oder auch bei kleineren Schäden abdichten. Es wirkt auch als natürliches Antibiotikum, das Krankheiten im Bienenvolk verhindert und Keime abtötet.

Anreize für Imker gesucht

Über die Kooperation mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen werden nun für Imkerinnen und Imker der Region Anreize geschaffen, damit sie im Bereich der Propolisgewinnung aktiv werden – und es auch bleiben.

Forschungsergebnisse von David Drissner, Mikrobiologe, und Studien der Absolventinnen Tanja Ruhnau und Tamina Moser sind dafür die Grundlage. Die beiden forschten für ihre Abschlussarbeit zum Thema „Antibakterielle Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln auf Propolisbasis in Bezug auf verschiedene Bakterien“.

Für Drissner stand darüber hinaus die Frage im Fokus: Wie kann man die Imkerschaft dafür begeistern, Propolis zu ernten. Hierfür sei die Kooperation mit dem Imkereiverein, dessen Vorsitzender Friedrich Scholte-Reh ist, sehr wertvoll.