In der Silvesternacht wurden Verletzte per Hubschrauber aus Crans-Montana nach Tübingen transportiert. (Symbolfoto) Foto: Daniel Karmann/dpa

Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana sind zwei Schwerverletzte zur Behandlung in die Tübinger BG Unfallklinik geflogen worden. Jetzt gibt die Klinik ein Update.

Per Hubschrauber kamen sie in der Silvesternacht aus dem schweizerischen Ski-Ort Crans-Montana nach Tübingen in die BG Unfallklinik: Zwei Schwerverletzte der Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation. Die BG Klinik wurde aufgrund ihrer Expertise in der Versorgung von Schwerbrandverletzten in den internationalen Hilfseinsatz einbezogen.

 

Auf Nachfrage unserer Redaktion gibt die Tübinger Klinik jetzt ein Update zu den beiden Patienten. Petra Speicher von der Stabsstelle Unternehmenskommunikation teilt mit: „Beide Patienten sind mittlerweile in die Heimatländer verlegt worden. Sie werden dort weiter auf Verbrennungsstationen behandelt.“ Am vergangenen Freitag, 9. Januar, habe der letzte Patient aus Crans-Montana aus der Tübinger Klinik entlassen werden können.

Weitere Brandverletzte aus der Schweiz seien in den Tagen nach Silvester in der Tübinger Unfallklinik nicht hinzugekommen. „Die BG Klinik Tübingen hatte noch ein weiteres Bett angeboten, das allerdings nicht in Anspruch genommen wurde“, berichtet Speicher.

Klinik hilft international

Für die BG Unfallklinik war die Versorgung von Verletzten aus Crans-Montana nicht der erste internationale Hilfseinsatz. Die BG Klinik Tübingen helfe immer wieder international aus, sagt Speicher. Regelmäßig sei die Klinik im Rahmen der bundesweiten Kleeblatt-Organisation an der Versorgung beteiligt. Das Kleeblattkonzept regelt nach Angaben des Robert Koch Instituts Verlegungen von Intensivpatienten im Fall von Überlastungen einzelner Krankenhäuser oder ganzer Regionen. Verlegungen sind innerhalb Deutschlands, aber auch wie im Beispiel von Crans-Montana, aus dem Ausland möglich.

Brandunfall in Rumänien

Im Rahmen des Europäischen Verteilungsmechanismus seien an der BG Unfallklinik zuletzt 2023 Betten nach einem Brandunfall an einer Tankstelle in Rumänien angeboten worden.

Die BG Klinik Tübingen werde entweder über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe oder die bundesweite Brandverletzten-Bettenzentrale in Hamburg angefragt und beteilige sich dann je nach freier Bettenkapazität.

Bei dem Brand in Crans-Montana starben in der Silvesternacht insgesamt 40 Menschen, 116 Personen wurden verletzt.