Beim Begegnungskonzert in Trossingen wird aus vielen Schulen ein großer Klang – voller Freude, Teamgeist und leuchtender Momente, die lange nachhallen.
„Es geht nicht darum, welches heute der beste Beitrag ist, sondern darum, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen“, betonte Kathrin Gass, Schulleiterin der Rosenschule Trossingen zu Beginn des Begegnungskonzertes im Trossinger Konzerthaus.
Freude an der Musik haben, gemeinsam proben und am Ende stolz darauf zu sein, es geschafft zu haben, all das sei das Begegnungskonzert, betonte Bürgermeisterin Susanne Irion. „Es ist aber noch mehr, denn solche Konzerte bringen Talente zum Scheinen, die im Schulalltag oft im Verborgenen bleiben.“
Begegnungskonzerte sind ein Format, das vom Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg finanziell und organisatorisch gefördert wird. Organisiert werden solche Konzerte vom Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung in Freiburg. Organisatorin des Schulamtsbezirks Konstanz war zum wiederholten Male Kathrin Gass. Der Veranstaltungsort wechselt zwischen den Kreisen Konstanz und Tuttlingen. Grundvoraussetzung, dass ein Begegnungskonzert überhaupt stattfinden kann, ist, dass drei Schulen, möglichst von verschiedenen Schularten daran teilnehmen.
In Trossingen waren es sieben Schulen aus vier verschiedenen Schularten, die ein anderthalbstündiges Konzert mit einem bunten Programm präsentierten.
Lehrerinnen mit besonderer Verbindung
Den erfrischenden Auftakt machten die Solwegschüler aus Trossingen gemeinsam mit den Baldenbergschülern aus Spaichingen mit „Jetzt geht’s los mit unserem Konzert – laut und mit ganz viel Herz.“ Warum beide Schulen einen gemeinsamen Auftritt mit insgesamt drei Beiträgen hatten, erfuhr das Publikum im voll besetzten Konzerthaus von zwei Schülern: „Unsere Musiklehrerinnen Michaela Gaymann (Baldenbergschule) und Andrea Binder (Solwegschule) sind nicht nur Schwestern, sondern Zwillinge.“
Besser als Mathe
Fast ein halbes Jahr fleißig geübt hatte die Klasse 4b der Trossinger Friedensschule den Kanon „Hallo Django“ unter Leitung von Lehrerin Sonja Gagelmann. Sehr gerne haben sie das gemacht, denn „in dieser Zeit mussten wir keine Matheaufgaben machen“, so die Antwort einer Schülerin im Interview mit Kathrin Gass.
Der gemischte Chor mit zwölf Schülern aus den Klassen eins bis neun der Albert-Schweizer-Schule Tuttlingen präsentierte farbenfroh drei Songs aus bekannten Disney-Filmen. Den „Ohrwurm“, der eigens für das 50-jährige Jubiläum der Grundschule Rosenschule Trossingen vergangenes Jahr geschrieben wurde, hatte die Klasse 4b mitgebracht, den Schulsong „Hier spielt das Leben – laut und bunt, die Rosenschule, das sind wir“.
Schüler haben sichtlich Spaß
Bei einem weiteren Song kamen auch die Mundharmonika, das Cajon und sogar eine Gesangssolistin, nicht zu vergessen eine perfekte Choreographie, zum Einsatz. Insgesamt 60 Schüler aller Sechserklassen der Realschule Trossingen zeigten, wie viel Spaß sie am Singen und der Musik haben in englischer Sprache wie dem Song „Something just like this“.
Auch der Chor und der Bläserchor der Klasse vier der Gemeinschaftsschule Aldingen hatte den Schulsong im Repertoire „Ich bin einer von uns, gemeinsam sind wir am Start, ein jeder auf seine Art“. Der Chor nahm das Publikum auch mit zum Zauberzwerg im Lande Zimbi und der Bläserchor unter Leitung von Eva-Maria Wettki rockte zum Abschluss die Bühne. Schulrätin Annika Leitz vom Staatlichen Schulamt Konstanz überreichte an die Lehrer der beteiligten Schulen eine Urkunde des Kultusministeriums Baden-Württemberg sowie ein Komponistenplakat.