Blutspender-Ehrung im Haiterbacher Gemeinderat: Susanne König, Hermann Bechthold, Melanie Däuble, Raphael Schaible und Andreas Hölzlberger (von links). Foto: Priestersbach

Die Stadt Haiterbach hat treue Bluspender geehrt. Hermann Bechthold hat bereits 100-mal gespendet

Haiterbach - Mit der Auszeichnung langjähriger Blutspender im Haiterbacher Gemeinderat soll auch der Stellenwert unterstrichen werden, den dieses ehrenamtliche Engagement in der Kuckucksstadt genießt. So konnten in der jüngsten Sitzung wieder zehn Blutspender aus Haiterbach geehrt werden – die es zusammen auf 300 Blutspenden bringen.

"So häufig Blut zu spenden, ist ein besonderer Dienst für die Allgemeinheit", betonte Bürgermeister Andreas Hölzlberger in seiner Laudatio. Immerhin würde alleine der Blutspendendienst des Deutschen Roten Kreuz täglich 1800 Blutspenden benötigen, die nach Unfällen und vor allem bei schweren, lebensbedrohenden Erkrankungen zum Einsatz kommen. Und somit sei "jeder Blutspender auch ein Lebensretter", wie der Rathauschef deutlich machte. Ebenso dankte er dem DRK Haiterbach-Egenhausen und seinen ehrenamtlichen Helfern, die jedes Jahr zwei Blutspendentermine in der Beihinger Halle organisieren.

Nadeln werden nachgeliefert

Die Ehrenurkunden für zehnmaliges Blutspenden erhielten Marc Haizmann, Nathalie Knorr, Susanne König, Raphael Schaible und Simone Wolf – die Ehrennadeln müssen allerdings nachgereicht werden. "Da gibt es offensichtlich auch Lieferengpässe", merkte der Bürgermeister an.

Ebenfalls geehrt wurden jetzt Karl-Heinz Harr (25 Blutspenden), Melanie Däuble und Manfred Hauska (50) sowie Werner Schempp (75).

Auf sage und schreibe 100 Blutspenden bringt es Hermann Bechtold aus Oberschwandorf, der bereits 1970 als 18-jähriger erstmals zum Aderlass ging. "Damals wurden Blutspenden noch vor allem wegen der vielen Auto- und Motorradunfälle benötigt", erinnert sich Hermann Bechtold, der selbst früher mit dem Moped unterwegs war.

Nach einer Auszeit in Sachen Blutspenden versucht er derzeit, vier Blutspendentermine pro Jahr wahrzunehmen – für ihn quasi eine Win-Win-Situation, weil sich der Körper durch die Bluterneuerung regeneriere. Außerdem wird das Blut bei jedem Aderlass untersucht. Auch ansonsten ist Hermann Bechtold ehrenamtlich engagiert: 48 Jahre lang war er aktives Mitglied der Feuerwehr und 20 Jahre lang der Abteilungskommandant in Oberschwandorf, wo er zudem seit mehr als 30 Jahren Mitglied des Ortschaftsrates ist.