Der Bebauungsplan „Sozialzentrum Lunital“ in Dauchingen ist jetzt beschlossen. Was dort genau entstehen soll, soll der neu gewählte Gemeinderat entscheiden. In der Planung hält sich die Gemeinde viele Optionen offen.
Der Weg ist jetzt geebnet. Die Gemeinde Dauchingen darf im Bereich „Lunital“ nun ein Projekt angehen, dass der Bevölkerung zugute kommen kann.
Nach langem Vorlauf beschloss der Gemeinderat nun den Bebauungsplan „Sozialzentrum Lunital“. Der neue Gemeinderat könne dann in einer Klausurtagung ausführlich über die zukünftige Nutzung dieses Bereichs beraten, sagte Bürgermeister Torben Dorn abschließend. „Ich präferiere eine Nutzung für Senioren.“
Viele Möglichkeiten
Tatsächlich wollte sich die Gemeinde Dauchingen hier von Beginn an viele Optionen offen halten. Das besagte Grundstück ist die letzte noch freie öffentliche Fläche in Dauchingen. Das Grundstück ist für eine öffentliche Einrichtung oder für die Erweiterung einer öffentlichen Einrichtung vorgesehen.
Als im vergangenen Herbst beraten wurde, nannte Bürgermeister Dorn die Möglichkeiten Schule, Kindergarten, Seniorenanlage und Vereinsgebäude.
Die Baufenster wurden möglichst offen gehalten. Die Fläche, die überplant wurde, ist ein Grundstück, das sich von der Niedereschacher Straße aus nach Nordosten ausdehnt.
Als es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats abschließend um den Bebauungsplan ging, war von 13 Stellungnahmen die Rede, die eingegangen waren. Keine dieser Stellungnahmen enthielt laut Planungsbüro Gfrörer aber Anregungen und Bedenken. Damit wurde es möglich, den Plan ohne Änderungen zu beschließen.
Offene Bauweise
Festgesetzt wurde eine offene Bauweise. Die Gebäudelänge darf laut Plan höchstens 50 Meter betragen. Festgelegt ist im Plan eine „insektenfreundliche Beleuchtung“. Dabei solle besonders eine Ausleuchtung der Gehölze nördlich des Plangebiets sowie der westlich angrenzenden Wiesen vermieden werden.
Senioren oder Flüchtlinge?
Die ursprünglichen Intensionen für die Erstellung des Bebauungsplans „Sozialzentrum Lunital“ waren die Errichtung von seniorengerechten Wohnformen oder Unterkünften für Flüchtlinge. Seit Frühjahr 2010 gibt es in Dauchingen die Seniorenwohnanlage „Löwen“ mit 14 seniorengerechten Wohnungen in Ober- und Dachgeschoss (Betreutes Wohnen) sowie zwölf Apartments im Erdgeschoss (Pflegewohngemeinschaft). „Insbesondere die ambulant betreute Pflegewohngemeinschaft hat sich in der Praxis bestens bewährt und ist seit Bestehen der Anlage nahezu vollständig ausgebucht“, heißt es in den Unterlagen des Büros Gfrörer Ingenieure.
Den Bedarf an Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen gibt es schon seit einigen Jahren.
Das Plangebiet befindet sich im östlichen Siedlungsbereich Dauchingens. Im Norden, Osten und Süden schließen Wohnbauflächen an das Gebiet an. Im Westen grenzt die Niedereschacher Straße an die Fläche an.