Der Berufs- und Bildungsinformationstag „BeB!T“ lockt über 200 Interessierte in das Campusgebäude.
Erneut vielfältig präsentierten die Aussteller sich und ihre Betriebe beim jüngsten Berufs- und Bildungsinformationstag (BeB!T). Dieser ist eine Kooperation von Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung Rheinfelden und der Gemeinschaftsschule Rheinfelden.
Mal präsentieren Betriebe sich mit Banner oder Aufsteller mit einem Stehtisch, mal auch mit größeren Gerätschaften, die einen Einblick in die tägliche Arbeit geben. Doch viel wichtiger als manche lockende Optik waren die Möglichkeiten zum direkten Austausch. Hier stehen die Ausbilder und Auszubildende am Stand und erzählen von den Abläufen. Aber auch frisch ausgelernte oder erfahrene Kräfte bieten spannende Einblicke. Welche Firma produziert eigentlich was? Immerhin sind einige lokale Betriebe als „hidden Champions“ mit ihrer Arbeit in vielen Bereichen des täglichen Lebens vertreten. Dazu kommen Berufe in unzähligen Dienstleistungssektoren, deren Ausbildung und die Breite der eigentlichen Tätigkeit ebenfalls nicht immer bekannt sind – sowohl den Schülern, als auch den Eltern. Vor allem letztere sind doch gelegentlich erstaunt, über welche Wege beispielsweise ein Studium angegangen werden kann.
Im Gespräch erzählen zwei Zahnmedizinische Fachangestellte, dass mit zweijähriger Berufserfahrung die Möglichkeit zum Quereinstieg in das Zahnarztstudium besteht. „Unser Arbeitgeber fördert das sogar“, erzählen sie dankbar . Sie spielen selbst mit dem Gedanken, aus der Assistenz- in die Leitungsrolle zu schlüpfen.
Einer der Schüler der einjährigen Berufsfachschule Friseur ist Apo. Der 17-Jährige und seine Klassenkameraden präsentieren ihre Arbeit ganz praktisch und verschönern einige Anwesende. Während er mit Schere und Haartrimmer arbeitet, erzählt er von seinem Ziel, den Meister im Friseurhandwerk zu machen. Einen Hauptschulabschluss hat er zwar nicht. Doch mit der einjährigen Schule kann er diesen erwerben und dann sein Ziel weiterverfolgen. Man hört nicht, dass der junge Kurde erst seit zwei Jahren in Deutschland ist. „Wenn man was haben will, kann man alles schaffen“, sagt er mit Überzeugung. Das passt auch zum Vortrag von Thomas Pietrek, der „Angst vor krummen Wegen“ nehmen will.
Mancher Aussteller beklagt aber eine zu geringe Resonanz. Andreea Naujeck von der Wirtschaftsförderung, die zusammen mit der Schillerschule die Veranstaltung betreut, ist dennoch zufrieden: „Wir haben über 200 Besucher, und viele Stände berichten von tiefergehenden Gesprächen.“ Erfreut zeigte sie sich über die Tatsache, dass der Trainer des Minsler Volleyballclubs mit der Mannschaft kam. Zum Teil wurden Informationen für Praktika eingeholt, oder ein Beruf stellte sich doch nicht als das Gesuchte heraus. Auch eine wichtige Erkenntnis, die man neben Gummibärchen und Kugelschreibern mitnehmen konnte.