Die BE Allbrass Industial aus der Vogelperspektive. Der Standort in Vöhrenbach soll in diesem Jahr geschlossen werden. (Archiv-Foto). Foto: Ketterer

Die BE Allbrass Industrial schließt in diesem Jahr ihr Werk in Vöhrenbach. Verlieren bald 40 Mitarbeiter ihre Arbeit? Geschäftsführer Karl-Heinz Fritsch ist diesbezüglich optimistisch gestimmt.

Vöhrenbach - Die Nachricht hat Anfang November hohe Wellen geschlagen: Die BE Allbrass Industrial macht ihren Vöhrenbacher Standort dicht. Dadurch sind die Arbeitsplätze von rund 40 Mitarbeitern in Gefahr. Das Werk soll Ende des zweiten Quartals in diesem Jahr geschlossen werden. Was ist diesbezüglich der aktuelle Stand der Dinge? Unsere Redaktion hat bei Geschäftsführer Karl-Heinz Fritsch nachgefragt.

 

Man stecke derzeit noch mitten in den Verhandlungen, sagt Fritsch, der deshalb laut eigener Aussage auch nicht allzu viel verraten möchte. Derzeit arbeit man daran, "einen Sozialplan vernünftig über die Bühne zu bringen, damit alle zufrieden sind". Die gute Nachricht jedoch: "Wir haben einen hohen Anteil an Fachkräften, die sicherlich gut wieder einen Job bekommen", betont Fritsch.

Viele Fachkräfte

Zuversichtlich sei er, die betroffenen Mitarbeiter in anderen Produktionsstandorten des Unternehmens – etwa in Geisingen – unterzubekommen. "Wir haben nicht viele Hilfskräfte, sondern viele Fachkräfte – und das ist schon einmal ein Riesenvorteil." In Geisingen gebe es viele offene Stellen, auf welche sich diese Mitarbeiter bewerben könnten. "Wenn sie wollen, da kommen alle unter – aber da gehören natürlich zwei Parteien dazu", erläutert Fritsch. "Wir können es anbieten – aber die Leute müssen es auch wollen."

Wie es mit dem Firmengrundstück in Vöhrenbach weitergehe, sei derzeit noch nicht ganz klar. Man warte nun darauf, dass ein Makler die Immobilie veräußere. Auch Bürgermeister Heiko Wehrle sitze hier "ganz tief mit im Boot", wie Fritsch informiert.

Gemischte Reaktionen

Die Mitarbeiter hätten die Nachricht von der Standortschließung durchweg gemischt aufgenommen: "Die einen sagen: Dann ist es jetzt eben so. Die anderen sagen: Das ist schade", berichtet Fritsch. "Aber zur Stange halten sie – und das ist das Wichtigste."