Was wird aus dem BBS-Komplex in Hinterlehengericht? Kreative Vorschläge gibt es bereits. (Archivfoto) Foto: Dold

Unser Autor schreibt in seiner Glosse über kreative Ideen für das BBS-Gelände in Schiltach-Hinterlehengericht.

Die Stadt habe großes Interesse daran, dass das BBS-Areal nicht zu einer Ruine verkomme, betonte Bürgermeister Thomas Haas in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Doch was soll man mit dem mächtigen Industriekomplex in Hinterlehengericht bloß anfangen?

 

Leser äußern auf Facebook erste Ideen: „Wäre doch ein guter Standort für ’ne MC-Donalds-Filiale“, kommentiert einer. Ein anderer bringt KFC und Burger King ins Gespräch. Wieso nicht gleich alle drei? Genügend Platz wäre ja vorhanden. Blöd nur, dass der letzte BBS-Investor gerade seine Franchiserechte für KFC verloren hat, sonst hätte er in Hinterlehengericht gleich auf das Konzept Fritten statt Felgen umsteigen können.

Ein weiterer Nutzer nennt gleich eine Reihe an Vorschlägen: Büroplätze zum Anmieten, Escape-Room, Kart- oder Modellbaubahn und Silent Disco. „Aber bitte kein Casino!“, äußert er einen nachvollziehbaren Wunsch, wäre Hinterlehengericht bei einer weiteren Spielothek wohl kaum noch von Las Vegas zu unterscheiden.

Mutiger Vorstoß à la Söder?

Stattdessen könnte Bürgermeister Haas einen mutigen Vorstoß à la Markus Söder wagen und mit „Schiltach One“ ein Raumfahrtprogramm an den Start bringen. Das nötige Kleingeld wäre im prall gefüllten Stadtsäckel sicher vorhanden. Allerdings sollte die Stadt vielleicht erst mal kleine Brötchen backen, wenn es schon mehrere Jahre braucht, um den Abgang an der Sportplatzbrücke barrierearm zu gestalten.

Angesichts der ausufernden Bürokratie erscheint eine andere Lösung sinnvoller: Wenn es im Rathaus zu eng wird, könnte die Schiltacher Stadtverwaltung nach Hinterlehengericht umziehen – was ohnehin eine logische Konsequenz wäre, da das Lehengerichter Rathaus schließlich auch mitten in Schiltach steht.