Beim Spiel in München kam es zu wilden Szenen im Vorfeld der Partie. Der Club bezieht nun Stellung. Foto: ER24/EinsatzReport24 / IMAGO/Sportfoto Rudel

Die Vorfälle rund um das VfB-Spiel in München werden ein Nachspiel haben, so viel scheint sicher. Jetzt hat sich der VfB Stuttgart geäußert.

Wenn es rund um ein Fußballspiel zu Zwischenfällen in der Größenordnung kommt, wie am Sonntag beim Spiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart, dann hat dies gemeinhin ein Nachspiel.

 

Ein Angriff auf die Fans des FC Bayern, Jagdszenen im Stadionumfeld, eine kompromisslose Polizeiaktion und die Ingewahrsamname einer dreistelligen Personenzahl aus der Stuttgarter Ultraszene beherrschten den Spieltag.

VfB Stuttgart: „Sind im Austausch mit der aktiven Fanszene“

Einen Tag danach laufen die Ermittlungen der Polizeibehörde auf Hochtouren. Gegen die VfB-Fans wird wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen Polizeibeamte ermittelt. Nun hat sich auch der VfB Stuttgart zu Wort gemeldet.

„Wir sind im Austausch mit der aktiven Fanszene und den zuständigen Behörden, um uns einen umfassenden Überblick über die Ereignisse zu verschaffen. Bis dahin können wir uns nicht detailliert äußern“, sagt ein VfB-Sprecher.

„Schon jetzt wollen wir aber in aller Deutlichkeit betonen, dass der VfB Stuttgart jegliche Form von Gewalt kategorisch ablehnt. Allen Verletzten wünschen wir eine gute und schnelle Genesung.“

Nach Polizeiangaben wurden zwei Beamte im Einsatz verletzt, offenbar liegen Platzwunden vor. Verletzte aufseiten der Fans soll es keine geben. Bei der Aktion trennten die Beamten rund 500 Stuttgarter von einer ähnlichen Zahl Münchner Fans. Dabei wurden Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Im Nachgang wurden die Stuttgarter Anhänger eingekesselt, über Stunden kontrolliert und erkennungsdienstlich behandelt. Festnahmen gab es keine.