Die besten Beachvolleyballer des Landes treten, wie hier in Schwäbisch Gmünd, auch in VS an. Foto: Günter Hones

Beachvolleyball am 20./21. Juli mitten in Schwenningen mit hochkarätigen Turnieren.

„Ich habe samstags die Zeitung aufgeschlagen. Dort wurde der Oberbürgermeister in einem Bericht zitiert mit der Aufforderung, die Innenstädte zu beleben“, berichtet Günter Hones von der Volleyball-Abteilung der Turngemeinde Schwenningen.

 

Davon fühlte sich der 59-Jährige angesprochen und unterbreitete Jürgen Roth die Idee, die BaWü Beach Tour nach Villingen-Schwenningen zu holen. Besonderer Anreiz ist außerdem, dass die Volleyballabteilung der Turngemeinde Schwenningen heuer auf das 50-jährige Bestehen zurückblicken kann. Und auch vor diesem Hintergrund möchte man was Besonderes auf die Beine stellen.

Die Stadt unterstützt

Die BaWü Beach Tour gastiert nun am 20. und 21. Juli in Schwenningen. Mitveranstalter ist die Stadt, und hier die Stabsstelle Stadtmarketing, die WIR GmbH sowie das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (Jubis). „Ohne diese Unterstützung könnte wir so eine große Sportveranstaltung nicht stemmen“, sagt Hones. Ein Motto hat man sich auch einfallen lassen: „Strandfeeling im Herzen Baden-Württembergs“. Dies gilt gleich doppelt, denn der für das Turnier benötigte Sand wird anschließend für den Stadtstrand in Schwenningen weiterverwendet.

„Ich hoffe, dass alle ihre Freude an dieser Veranstaltung haben.“ Denn geboten sind nicht nur hochkarätige Turniere, bei denen die besten Beachvolleyballer des Landes antreten, sondern ebenfalls ein attraktives Rahmenprogramm. Und in den Tagen danach sind Hobby- und Schulturniere geplant.

Spielfelder in der Innenstadt und auf dem Waldeck

Spielfelder werden eingerichtet auf dem Markt- und auf dem Muslenplatz in Schwenningen. Daneben wird die Anlage der TG am Waldeck genutzt. Bezüglich der in der Innenstadt geplanten Spielfelder gab es „limitierende Faktoren“, wie Hones es nennt. Der Muslenplatz ist beispielsweise abschüssig, am Marktplatz ragt der überdimensionale Uhrzeiger in den Raum. Die Spielfelder müssen eine gewisse Größe haben, nämlich 13 mal 23 Meter. Bei der Premiere des Stadtstrandes im vergangenen Jahr nahm der Sand eine Fläche von 12 mal 12 Meter ein, also deutlich kleiner. Daher wird die Außenbewirtschaftung des Eiscafés auf dem Muslenplatz in dieser Zeit wohl anders aufgestellt sein. „Von dort kann man bei einem kühlen Getränk zuschauen, wie andere sich bewegen und schwitzen“, meint Günter Hones augenzwinkernd.

Insgesamt 60 Spiele

16 Herren- und 16 Frauenteams treten im Rahmen der BaWü Beach Tour gegeneinander an. Insgesamt stehen 60 Spiele an. Eine Wildcard gibt es für ein Frauen- und ein Männerteam. „Wenn man zweimal hintereinander verliert, ist Ende“, so Hones zu den Regeln des Turniers. Die Siegerehrung ist geplant für Sonntag, 21. Juli, um 17 Uhr – mit Oberbürgermeister Jürgen Roth und dem ehemaligen Volleyball-Nationalspieler Jochen Schöps.

Die BaWü Beach Tour gastiert jedes Jahr in verschiedenen Orten. Man kann einzelne Turniere oder alle spielen und sich dann den Gesamtsieg holen. Günter Hones war mit einigen anderen bei der Beach-Tour-Station in Schwäbisch Gmünd Mitte Juni, um sich mal anzuschauen, wie es dort läuft. „Der Unterschied ist, dass die Tour dort von einer Agentur veranstaltet wurde und wir in Zusammenarbeit mit der Stadt alles selber machen.“ 80 Helferinnen- und Helferposten sind zu besetzen. Die Sportler sind in Villingen-Schwenningen teilweise in Hotels oder in den Deutenberg-Sporthallen untergebracht. Mittagessen wird am Samstag, 20. Juli, in der Gartenschule angeboten. Es wird einen Livestream geben, bei dem die Spiele des Turnieres übertragen werden. Gespielt wird bei (fast) jedem Wetter. Hones hofft natürlich auf ideale Bedingungen für Sportler und Zuschauer. Ein Shuttleservice ist geplant, um zu den Begegnungen zu gelangen. „Es spielt ein professionelles Feld, das höchste in Baden-Württemberg.“ Das erste Viertelfinale startet am 20. Juli um 15.30 Uhr. Das Herren-Finale ist am 21. Juli um 15 Uhr angesetzt, das Frauen-Finale um 16 Uhr. Es tritt ein Zweierteam gegen das andere an. Bei den Hobby- und Schülerturnieren treten Viererteams gegeneinander an. Zum Rahmenprogramm gehören Musik und ein DJ. In den Spielpausen treten die Twirlerinnen aus Niedereschach auf. „Alles ist umsonst. Wir möchten Werbung machen für den Volleyball-Sport, und es geht darum, die Bevölkerung zu erreichen“, sagt Günter Hones.

Auf dem Parkplatz beim Hilben-Stadion lagert der Sand für das Beachvolleyballturnier. Foto: Cornelia Hellweg

Volleyball weiter etablieren

Im Lenkungsteam zur Organisation dieser Großveranstaltung sind seitens der TG-Abteilung acht Personen aktiv. Für Sponsoren sei gesorgt, so der Hinweis. Am Sonntag, 21. Juli, findet zwischen 13 und 15.30 Uhr der Stadtlauf in Villingen statt. „Das ist miteinander abgestimmt“, unterstreicht Günter Hones. Für ihn ist es wichtig, leistungsstarke Beachvolleyballer vor Ort zu haben und damit Werbung für den Sport zu machen . „Volleyball weiter in der Stadt zu etablieren“, nennt er als Ziel. Die ehrenamtlichen Veranstalter hoffen außerdem, dass das Event gut angenommen wird.

50 Jahre Abteilung Volleyball in der TG sind Anlass für weitere Veranstaltungen in diesem Jahr. Im Oktober gibt es mit Blick auf die Geschichte eine Ausstellung in der Sparkassen-Hauptstelle in Schwenningen. Im Dezember ist eine Ehemaligenturnier geplant. Außerdem ist ein Film über die Jubiläumsaktivitäten in Arbeit, der im Capitol gezeigt werden soll.