Das Regierungspräsidium bietet ab Februar Baustellenführungen für jeden an. Dann dürfte der erste, spektakuläre Pylon schon stehen. Michael Lumpp: „Wir hoffen, die Begeisterung für die filigrane Konstruktion wecken zu können.“
Das spektakuläre „Kranenballett“ der Hochbrücken-Baustelle kann jeder Autofahrer aus Richtung Nordstetten von außen bewundern. Bald gibt es ganz handfeste „Live-Eindrücke“ vom Innersten der Hochbrücken-Baustelle.
Michael Lumpp, Leiter Baureferat Süd des Regierungspräsidiums Karlsruhe: „Wir hoffen, damit nicht nur die Begeisterung für die filigrane Konstruktion der Hochbrücke zu wecken. Sondern jedem Besucher handfeste Hintergrundinformationen über die Zusammenhänge geben zu können.“ Vieles von den Konstruktionen ist Neuland, um eine möglichst schlanke und eleganten Brücke den Horbern hinzustellen.
Deshalb gibt es ab Samstag, 3. Februar 2024, alle zwei Wochen Führungen über die Baustelle. Geplante Dauer: ungefähr zwei Stunden. Ab sofort kann man sich auf der Seite hochbruecke-horb.de anmelden.
Und was kann man auf der Führung erleben?
Projektleiter Jörg Pfeifle: „Der erste Pylon am Neckar wächst schon in die Höhe. Pro Woche setzen wir einen sogenannten Schuss links und rechts. Er wächst dabei um jeweils fünf Meter Höhe. Dabei werden 46 Kubikmeter Beton vergossen.“
Bis Weihnachten kommen auf den Pylonen – sie tragen das Gewicht des Überbaus – noch einmal fünf Meter pro Seite drauf. Dann ist Pause bis 8. Januar. Pfeifle: „Die Arbeiter der Firma Porr kommen aus Polen. Damit können sie sich über die Tage richtig ausspannen und kommen hoffentlich hochmotiviert zurück. Denn ab sofort müssen die Arbeiter von Porr richtig performen!“
Denn: Die ersten Stahlträger wurden im „Schwebespagat“ von Kränen zwischen dem Widerlager und dem ersten Pfeiler verlegt. Die blauen langen Träger warten darauf, den Beton zu tragen, der ab Februar gegossen wird und so die Fahrbahnplattefür den „Straßenabschnitt“ ab Nordstetten bilden wird.
Am Rande des ehemaligen Manfred-Volz-Sportparks wird gerade das Fundament für den nächsten Pylonen erstellt. Im nächsten Jahr wird dann das Haugenloch am Rauschbart nach und nach gefüllt, während der nächste Pylon in die Höhe wächst. Ab April oder Mai sollen hier die ersten Plattformen entstehen, dazu die Baustraße in Serpentinen wie gegenüber auf der Nordstetter Seite.
Und was ist mit der berüchtigten Rauschbart-Vollsperrung?
Eine Pressesprecherin des Regierungspräsidiums: „Wir haben das Konzept abgestimmt. Es muss noch intern abgesegnet werden. Wir werden es am Freitag, 15. Dezember, um 12 Uhr veröffentlichen.“