So will Almis Haus aus Sigmaringen an der Hauptstraße 76 bauen. Foto: Almis Haus

Zwei viergeschossige Bauten sollen in der Hauptstraße in Schörzingen entstehen. Sind diese zu hoch? Passen sie zum Ortsbild? Darüber gab es im Ortschaftsrat eine rege Debatte.

Schömberg-Schörzingen - Da mussten einige Mitglieder des Schörzinger Ortschaftsrats zunächst einmal schlucken, als sie die Pläne für zwei viergeschossige Bauten in der Hauptstraße am Ortseingang sahen. Dort sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit acht und 14 Wohnungen entstehen.

Der eine Wohnkomplex soll auf der freien Fläche Hauptstraße 78 entstehen, der andere für das Gebäude 76. Die Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 55 und 88 Quadratmeter groß. In einer Tiefgarage stehen 24 Stellplätze zur Verfügung, knapp zehn weitere zwischen den Gebäuden. Wie die Planer von Almis Haus Sigmaringen mitteilen, "gibt es natürlich einen Spielplatz für die Kinder".

"Viergeschossige Klötze"

Auf Nachfrage sprach Ortsvorsteher Geiger von rund 13 Meter Höhe für das Gebäude direkt an der Hauptstraße. "Mächtig" nannte daraufhin Werner Scherrmann das Erscheinungsbild, verursacht eben durch die vier Stockwerke und vor allem im Vergleich zum benachbarten Gebäude der Bäckerei Milles. Für Heiko Gerstenberger ist das Vorhaben zwar "eine gute Sache", für ihn sind es "viergeschossige Klötze", die es so nirgendwo im Ort gebe. Sie passten sich der Umgebung nicht an.

Harald Schmuck befürwortete zwar die "kompakte Bauweise", sie sei aber "immens wuchtig". Er befürchtet, dass immer mehr solche Vorhaben kommen, sollte dem vorliegenden zugestimmt werden. Und Marco Kaysser regte einen Gebäudetausch an, weil der Neubau Hauptstraße 78 niedriger sei als der, der in der Hauptstraße 76 errichtet werden soll.

Vier Ja- und drei Nein-Stimmen

Ortsvorsteher Geiger sprach ebenfalls den Größenunterschied zwischen den vorhandenen zweigeschossigen Häusern gegenüber den geplanten viergeschossigen an. Er erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit immer wieder "Problemfälle" gegeben habe, die inzwischen aber nicht mehr als solche betrachtet würden. In umliegenden Ortschaften sei die geplante Bauweise bereits anzutreffen. Geiger sieht es grundsätzlich positiv, wenn anstelle von alten, leerstehenden Gebäuden etwas gemacht wird, zumal es in Schörzingen immer weniger Flächen zum Bebauen gebe.

Nach der Diskussion nahm das Vorhaben die erste Hürde, denn der Ortschaftsrat erteilte ihm mit vier Ja- und drei Nein-Stimmen das Einvernehmen. Am Mittwoch befasst sich der Schömberger Gemeinderat mit den Neubau-Plänen.

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