Das ehemalige Schulgebäude in der Ortsmitte von Egenhausen wird saniert. Foto: Köncke

Das ehemalige Schulhaus in Egenhausen, Hauptstraße 22, wird saniert. Der Gemeinderat hat dem Vorhaben in der jüngsten Sitzung zugestimmt. Gerechnet wird mit Kosten von 315.000 Euro und einer staatlichen Förderung von 60 Prozent.

Egenhausen - Im früheren Schulhaus Egenhausen sind sechs Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 414 Quadratmetern vorhanden. Die bisher letzte Renovierung fand vor rund 30 Jahren statt, hat Bürgermeister Sven Holder in Unterlagen geblättert.

Inzwischen sind einige Defizite sichtbar geworden, die der beauftragte Architekt Wolfgang Käppeler aus Egenhausen untersucht und aufgelistet hat. Behoben werden sollten lediglich aufgetretene Schäden an der Außenfassade, bei den Fenstern und am Dach. Warum? Weil es sich beim alten Schulhaus um ein Kulturdenkmal handele und der ortsbildprägende Charakter unbedingt erhalten bleiben müsse. So könnte beispielsweise auf dem Dach keine Photovoltaikanlage installiert, und die aufgetretenen Schäden müssten sorgsam und fachgerecht behoben werden.

Gesamtkosten von rund 315.000 Euro

In den Innenräumen des Gebäudes und im Treppenhaus kämen kleinere Reparaturen und Instandsetzungen infrage. Den Treppenaufgang vom Vorplatz der evangelischen Johanneskirche müsste man herstellen. Bei einem kompletten Austausch des Schindelschirms rechnet der Architekt mit Gesamtkosten von rund 315.000 Euro.

Weil die Gemeinde Egenhausen ins Landessanierungsprogramm aufgenommen wurde, übernimmt das Land Baden-Württemberg 60 Prozent der anfallenden Kosten. Wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, stand in der Gemeinderatssitzung noch nicht fest. Der Bürgermeister will sich erst bei den infrage kommenden Handwerkern und Unternehmen erkundigen "wann es reinpasst". Abhängig seien sie teilweise auch von der Lieferung benötigter Baumaterialien.

Der Gemeinderat genehmigte die zu erwartenden Baukosten von 315 000 Euro – im Haushaltsplan der Gemeinde sind 400 000 Euro veranschlagt, sprach sich in der Sitzung für die Einholung von Angeboten kompetenter Fachfirmen aus und ermächtigte die Verwaltung zur Vergabe von Aufträgen an die preisgünstigsten Bieter.