Die Bagger sind angerückt: Im Bad Bellinger Kurpark werden die Dimensionen des neuen Spielplatzes ersichtlich.
Viele Bürger verfolgen jeden Tag, wie es bei den Bauarbeiten läuft – und die Kinder warten ungeduldig. Denn der Spielplatz im Kurpark wird, wenn er fertig ist, einer der größten in der Umgebung sein.
Banner zeigen die Pläne, wie der Spielplatz künftig aussehen soll und weisen darauf hin, dass die Gemeinde hier mit Fördermitteln des Landes und des Bundes baut. 380.000 Euro soll der neue, größere Spielplatz kosten.
Ein Bauzaun sperrt das Gelände ab, auf dessen Fläche die Mitarbeiter der Firma Bau-Werk aus Schliengen mit Hilfe von größeren Baggern bereits tiefe Mulden für Matsch- und Sandbereich, für Fundamente von Spielgeräten und auch Gräben für Leitungen ausgehoben haben. Auch aufgehäufte Erdwälle sind schon zu erkennen.
Sie werden später unterschiedliche Spielflächen voneinander abgrenzen oder sind Voraussetzung für neue Sitzmöglichkeiten. Vorgesehen sind auch bereits Löcher, in die fünf größere Bäume gesetzt werden, die auf dem Spielplatz einmal Schatten spenden werden. Zur Begrünung kommen Hecken und Sträucher hinzu.
Naturnahe Gestaltung
Den naturnah gestalteten Spielplatz, dessen Spielelemente aus heimischen Hölzern gebaut werden und deren Elementgruppen in den verschiedenen Spielbereichen thematisch die Thermalquellen den Rhein und seine Landschaften aufgreifen sollen, hat die ausführende Firma Bau-Werk aus Schliengen auch geplant.
Geschäftsführer und Baupädagoge Thomas Lang ist mit drei Mitarbeitern derzeit jeden Tag auf der Baustelle und nutzt das gute trockene Wetter, um voranzukommen. Zu einem Termin für die endgültige Fertigstellung will er sich nicht äußern. Es kommt einfach viel auf das Wetter der kommenden Wochen an. „Bleibt es vorwiegend trocken, dann schaffen wir es, im Sommer noch fertig zu werden“, wagt er eine vorsichtige Prognose.
Die alten Spielgeräte wurden erstmal eingelagert
Begonnen hat die Einrichtung der Baustelle vor rund eineinhalb Wochen mit dem Abbau der Spielgeräte durch den Bauhof. Diese Geräte wurden erst mal eingelagert. Stichwort Bauhof: Lang, der auf Baustellen mit verschiedenen Bauhöfen zu tun hat, ist voll des Lobes. „Die Mitarbeiter sind ungemein hilfsbereit, wenn man Unterstützung braucht, kommt sofort jemand. Selbst Geräte, wie einen kleinen Bagger, den wir kurzfristig benötigten, bekamen wir gestellt – einfach topp, die Leute“, freut er sich.
Spielen können Kinder zwischenzeitlich auf dem Spielplatz an der Petit-Landau-Straße – auf die Adresse weisen auch Aufschriften auf den Bannern am Bauzaun hin. Lang erläutert derweil anhand der Planabbildungen auf den Bauzaunbannern die fünf verschiedenen Spielbereiche, die er geplant hat.
Auch Sitzbänke für Eltern und andere Bürger entstehen
Ein eigens mit einem Zaun abgegrenzter Spielbereich mit Schaukel- und Kletterbereich sowie einer Wasserspiellandschaft entsteht für die unter Dreijährigen. Vom zentralen Baum-Sitzpodest aus können die einzelnen Spielbereiche und damit die Kleinen allseitig eingesehen werden.
Sitzbänke für Eltern und Bürger sind aber auch verteilt auf dem ganzen Platz eingeplant. Zusätzlich entsteht eine Wasserspiellandschaft mit Matsch- und „Sandelbereich“. Das Pumpen des Wassers erfolgt über eine Wippe, erfordert also etwas Geschick und Kraft – „die Kinder müssen für den Wasserfluss schon was tun“, lacht Lang. Eine Spiel- und Kletterlandschaft, ein „Kletterauwald“, der ziemlich „wild“ wird, ist für die über Dreijährigen eingeplant, dann gibt es einen Naturerfahrungsbereich, der mit zu erkundenden Elementen ebenfalls an das Rhein-Flussbett erinnert.
Schatten spielt große Rolle
Dazu kommt ein großer Schaukelbereich. Die beliebten Rutschen sind alle nach Norden ausgerichtet, können sich also in der Sonne nicht so aufheizen. „Schattenbereiche auf Spielplätzen spielen wegen der heißer werdenden Sommer eine wichtige Rolle – wir setzen deshalb auch Bäume, die große Kronen entwickeln werden“, sagt Lang.