Die Baustelle schreitet voran: Hotelmanagerin Angie Meier und Geschäftsführer Marcus Eichstädt freuen sich. Foto: Roth

Im Ebinger Westen wächst mit dem Badkap-Hotel ein neuer Tourismusmagnet in die Höhe. Die Eröffnung ist für den Jahreswechsel 2026/2027 geplant.

Es ist wohl die derzeit imposanteste Baustelle in Albstadt: Das Badkap-Hotel im Ebinger Westen, das offiziell den Namen „hotelkap“ tragen wird, wuchs in den vergangenen Monaten Stockwerk um Stockwerk in die Höhe. Noch befindet sich das künftige Hotel im Rohbau. Das Dach soll bis zum Richtfest Mitte April installiert sein und somit die Gebäudehülle schließen, wie Badkap-Geschäftsführer Marcus Eichstädt bei einem Rundgang über die Baustelle berichtet. Im Inneren ist bereits gut zu sehen, wie die Zimmer aufgeteilt werden. Auf dem ersten Stock – dem einzigen mit Terrasse für jedes Zimmer – sind auch schon Fenster eingebaut.

 

Im folgenden Innenausbau kommt es darauf an, die Trennwände zwischen den Zimmern einzubauen, Estricharbeiten vorzunehmen sowie die Heizung zu installieren. Anschließend sind Maler und Zimmerausstatter an der Reihe, ehe das Hotel nach derzeitigem Stand rund um den Jahreswechsel 2026/2027 für die Gäste eröffnen will.

Angie Meier hofft auf schnellen Fortschritt

Weil unter anderem die Standardzimmer mit seriengefertigten Bädern ausgestattet werden, hofft Hotelmanagerin Angie Meier auf einen schnellen Fortschritt. Dazu seien nur wenige Firmen auf der Baustelle tätig, die mehrere Gewerke ausführen. Auch das soll dem Tempo auf der Baustelle zuträglich sein, betont Eichstädt.

Ursprünglich war der Plan, dass das „hotelkap“ bereits zum Jahreswechsel 2025/2026 eröffnet. Zur Verzögerung habe ein Architektenwechsel im Planungsprozess sowie ein Bodenaustausch, für den tief gegraben werden musste, geführt. Nun sind Eichstädt und Meier aber zuversichtlich, ab kommendem Jahr ein „außergewöhnliches touristisches Erlebnis“ in Albstadt bieten zu können. Gebucht werden kann jedoch erst, sobald der konkrete Eröffnungstermin feststeht.

148 Zimmer auf fünf Etagen

Lust auf Urlaub im „hotelkap“ macht bereits heute ein Blick auf die Muster der 148 Zimmer, die sich auf fünf Stockwerke verteilen. Unterteilt sind die Zimmer in die Kategorien Standard und Deluxe mit je 25 Quadratmetern Fläche. In der Deluxe-Variante ist ein ausziehbares Sofa enthalten. Dazu kommen fünf Familienzimmer (34 Quadratmeter), in welchen zwei Erwachsene und zwei Kinder übernachten können. Weiter wird das Badkap-Hotel verschiedene Arten luxuriöser Suiten anbieten. Eine Juniorsuite ist circa 43 Quadratmeter groß, eine Standard-Suite kommt auf 50 Quadratmeter und jede der beiden Sauna-Suiten ebenfalls auf rund 50 Quadratmeter. Ein Blick auf die Visualisierungen der verschiedenen Zimmerkategorien verrät: Die Suiten unterscheiden sich von Standard-Zimmern durch Farbkonzept und Mobiliar. Auch in der Ausstattung der Bäder zeigt sich der zusätzliche Luxus. Was bei allen Zimmern gleich ist: eine Kaffeemaschine gehört in allen Zimmern zum Inventar.

Das heißt nicht, dass auf das geliebte Heißgetränk im Frühstücksbereich im Erdgeschoss verzichtet werden muss. Nein, auch dort werden im Restaurant die Gäste verwöhnt; Eierspeisen werden beispielsweise auf Wunsch frisch zubereitet. Abends kann dort ein À-la-carte-Menü oder am Buffet gespeist werden. Auch eine Bar findet Platz.

Ein Parkplatz für Hotelgäste wird es auch geben

Besonders interessant für Albstädter: Mittlerweile steht auch fest, dass nicht nur Hotelgäste in den Genuss von Frühstück und Abendessen im Badkap-Hotel kommen können, sondern auch Besucher von außerhalb, wie Angie Meier und Marcus Eichstädt berichten. Für die Hotelmanagerin ebenfalls ein Aushängeschild des neuen Hotels ist der sogenannte „Bademantelgang“, der das Hotel unterirdisch mit dem Badebereich des Albstädter Freizeitbades verbindet. Hotelgäste können so am Tag der An- und Abreise unkompliziert das Badkap nutzen – auch wenn noch nicht eingecheckt beziehungsweise bereits ausgecheckt wurde. Ein Parkplatz für Hotelgäste wird es selbstverständlich auch geben. Bis es so weit ist, gibt es jedoch noch viel zu tun. Immerhin: Die Qualität der Bewerbungen für Personal im Service, im Front Office, in der Küche und im Housekeeping sei gut. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zur Eröffnung genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden“, erklärt Angie Meier. 50 Vollzeitstellen werden im Badkap-Hotel mindestens geschaffen, was das neue Tourismuszentrum auch zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Stadt macht. Verschiedene Arbeitszeitmodelle, unter anderem in Teilzeit, werden ermöglicht.

44 Prozent der Bewerbungen sind regional

Sobald das Team eingespielt sei, wolle man auch gerne Personal ausbilden, lässt Meier wissen. Und woher kommen die Bewerber für das Badkap-Hotel? 44 Prozent der Bewerbungen sind regional, 21 Prozent überregional und 35 Prozent kommen aus dem europäischen sowie nicht-europäischen Ausland. Ausgeschrieben wurden die Stellen erst Mitte Februar.

Angie Meier, deren Wurzeln in Raum Albstadt liegen, und Marcus Eichstädt sind guter Dinge, dass das „hotelkap“ gut angenommen wird: „Die Resonanz auf das Projekt ist nach wie vor gut“, berichten die beiden. Vereinzelt gebe es bereits Anfragen. „Die Menschen sind neugierig und zeigen Interesse.“ Über die sozialen Medien werde man weiter über den Baufortschritt informieren. Bereits heute lädt Meier, die großen Wert auf Gastfreundschaft legt, auch Albstädter für Übernachtungen im Badkap-Hotel ein: „Ein Urlaub Zuhause kann auch sehr spannend sein.“