Die Baustellentour des Gemeinderats führte ins Landesgartenschau-Gelände. Und wir waren – bei strömendem Regen – dabei.
Wenn im Frühjahr 2028 in Rottweil die Landesgartenschau eröffnet wird und ein erster Rundgang ansteht, dürfte sich mancher Stadtrat vielleicht an diesen Mittwochabend erinnern. Da führte die Baustellentour des Gemeinderats nicht nur in die Räume der Landesgartenschau gGmbH, sondern auch ins künftige Gartenschaugelände.
Fortschritte und Pläne
Die Stadtverwaltung und die Gesellschaft wollten die Chance nutzen, den Gremiumsmitgliedern zum einen die Fortschritte und zum anderen direkt vor Ort die Wegebeziehungen aufzuzeigen. „Von hier aus wird die große Landesgartenschaubrücke über die Gleise und den Neckar den Bogen auf die andere Seite schlagen“, führte Projektleiter Micha Sonnenfroh im Neckartal unterhalb des Stadtgrabens vor Augen, was sonst bislang nur auf Plänen zu sehen war.
Apropos Pläne: Die waren an diesem Mittwochabend vorsorglich säuberlich laminiert, denn während des rund zweistündigen, vier Kilometer langen Spaziergangs prasselte der Regen ohne Unterlass auf die Schar herab. Dass im Vorfeld zudem auf gutes Schuhwerk hingewiesen wurde, machte zudem Sinn. Aus manchem, was im Moment als Trampelpfad freigeschnitten ist, muss schließlich erst noch ein Weg werden, auf dem dann 2028 die Besucher der Landesgartenschau zu Fuß oder per Rad unterwegs sein können.
Die Wegeführung
Immer wieder machten Oberbürgermeister Christian Ruf und Bürgermeisterin Ines Gaehn, die zusammen mit Annette Stoll-Zeitler die Geschäftsführung der Landesgartenschau-GmbH übernommen hat, darauf aufmerksam, was für die Wegeführung mit eine Rolle spielt: Die Besucher sollen auch die Innenstadt ansteuern und das Herz Rottweils erkunden. Letzte Station der Baustellentour war deshalb der Kameralamtsgarten, der im unteren Teil noch eine Aussichtsplattform bekommen soll. Auch solche Anreize, so Ruf, seien notwendig, um die Menschen aus dem Landesgartenschaugelände im Neckartal nach oben zu locken.
Rückbau der Gleisanlagen
Dazwischen führten Vertreter der Stadtverwaltung, der Landesgartenschau-GmbH und der Bahn die Räte auf den Teil des Bahndamms, den die Stadt von der DB gekauft hat und der zum Weg werden soll. Der Rückbau der Gleisanlagen ist hier zum Teil schon erfolgt, ein Teil bleibt aber auch liegen, wie Gaehn und Sonnenfroh erläuterten. Und spontan beim Spaziergang im Gleisschotter gab es von der Bahn noch das Angebot, das eine oder andere Signal stehen zu lassen – wenn das denn gewünscht wird.