Die Gewerbetreibenden rund um den Marktplatz in St. Georgen sind durch die Baustelle stark gebeutelt. Es gibt kaum Laufkundschaft und Tage, an denen gar nichts geht. Kurzarbeit steht teilweise bevor. Jetzt wollen die Händler Kundschaft locken.
Schwer zu leiden haben die Einzelhändler rund um den Marktplatz aufgrund der schon länger andauernden, umfangreichen Sanierungsarbeiten. Dank des Baufortschritts ist mittlerweile die Erreichbarkeit der Läden wieder besser, vor allem aber wollen die Geschäfte von 2. bis 24. Dezember bei einem Baustellensonderverkauf mit attraktiven Angeboten locken.
Es handle sich nicht um eine Aktion des Handels- und Gewerbevereins, sondern der von der Baustelle betroffenen Anlieger, stellte Bürgermeister Michael Rieger klar. Mit diesen sei die Stadt im regen Austausch, und man wisse, dass die Sanierung eine Riesenbeeinträchtigung darstelle.
Er hoffe, dass der Sonderverkauf nicht nur hilft, die Auswirkungen der Baumaßnahme abzumildern, sondern auch ein fröhliches Einkaufserlebnis für alle zu schaffen.
Wege zu den Geschäften wieder befestigt
Ein großer Vorteil ist, dass inzwischen die Bauarbeiten an der Oberfläche so weit vorangeschritten sind, dass die Wege zu den Geschäften wieder befestigt sind und es auch eine Verbindung über den Platz gibt. Die Querverbindungen werden von der Stadt geräumt, direkt vor den Geschäften sind die Händler verantwortlich, so Rieger. Positiv sei auch, dass die lärmintensivsten Arbeiten nun erledigt sind. Die Geschäfte seien gut erreichbar, so die Händler, das eigentliche Problem seien Parkplätze. Das will Rieger aber nur zum Teil gelten lassen. Parkplätze seien da, man müsse aber vielleicht ein Stückchen laufen.
Die Laufkundschaft bleibt aus
Die wirtschaftliche Situation der Händler ist offenbar recht dramatisch. Laut den Gewerbetreibenden gibt es kaum Laufkundschaft und Tage, an denen gar nichts geht. Wie groß die Verluste sind, lässt sich nur erahnen. Allerdings erklärte Zafer Ekin vom Stern-Imbiss, dass er seit April seine Mitarbeiter aus der eigenen Tasche bezahle. Und laut Sandra Martini ist man bei Marco Mode gerade dabei, Kurzarbeit anzumelden. Tatsächlich sei es ja nicht nur Umsatz, der verloren gehe. Den Mitarbeitern entfielen auch viele Stunden.
Um wieder mehr Kunden anzulocken, wollen alle Geschäfte von 2. bis 24. Dezember mit starken Rabatten punkten. Claudius Fichter nennt den Zeitpunkt vor Weihnachten ideal für Rabatte und hofft, dass man sich im Januar auf weitere besondere Aktionen einigen kann.