Die Außenwände aus Stahlplatten für das Schwimmerbecken in Tennenbronn sind teilweise schon aufgebaut, auch eine der Treppen ist vormontiert. Im Hintergrund oben ist der Eingangsbereich mit Kiosk zu sehen. Foto: Ziechaus

Sichtbare Fortschritte macht die Großbaustelle am Tennenbronner Freibad. Der Zeitplan steht – am kommunizierten Eröffnungstermin hatte sich zumindest zuletzt nichts mehr geändert.

Schramberg-Tennenbronn - "Der Bauzeitenplan sieht nach wie vor eine Eröffnung im Mai 2022 vor." So berichtete Stadtwerke-Leiter Peter Kälble in der letzten Sitzung des städtischen Ausschusses für Umwelt und Technik vor der Sommerpause in seinem Geschäftsbericht zum Jahr 2020. Eine Zeit lang hatten die Stadtwerke noch Frühsommer dieses Jahres als Öffnungszeitpunkt angegeben – betonten jedoch stets, dass dies sportlich sei und verwarfen die Pläne, als sich vor allem das Prozedere zur Bewilligung von Bundesfördermitteln als sehr aufwendig herausstellte (wir berichteten).

Doch damit es nun keine Verzögerungen mehr gibt, wird vor Ort kräftig gearbeitet: So sind die Außenwände aus Stahlplatten für das Schwimmerbecken teilweise schon aufgebaut, auch eine der Treppen ist vormontiert. Die Schwimmerbecken werden zu einer großen Stahlwanne in den vorbereiteten Baugruben zusammengesetzt, um die Umwälzung des Wassers zu verbessern. Auch das neue, vergrößerte Filtergebäude ist als Fachwerk aufgebaut und die großen Speicher sind aufgestellt.

"Die Vergaben im Zusammenhang mit der Modernisierung des Freibads sind erfolgt"­

Die Arbeiten der Gewerke Edelstahlbecken (Kostenvolumen knapp eine Million Euro) oder Badewassertechnik (etwa 1,39 Millionen Euro) waren Teil einer ersten europaweiten Ausschreibung, die der Gemeinderat im Dezember 2020 zähneknirschend beschloss. Dieses Paket umfasste auch unter anderem die Gewerke Rohbau, Heizung/Lüftung/Sanitär oder die Wasserrutschen. Die Kostenexplosionen in der Baubranche hatten dazu geführt, dass diese Vergaben um knapp eine Million Euro teurer waren als veranschlagt.

Besser lief es da schon beim zweiten europaweit ausgeschriebenen Vergabepaket und weiteren kleineren Ausschreibungen, die größtenteils im Kostenrahmen blieben. "Die Vergaben im Zusammenhang mit der Modernisierung des Freibads sind erfolgt"­, konnte Kälble jüngst informieren. Die prognostizierten Gesamtkosten liegen bei knapp 6,5 Millionen Euro.

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