Schüler überqueren vom Rosenberg her die Talstraße auf dem temporären, ampelgeregelten Überweg. Ihnen kommt eine ältere Dame entgegen, die unten am Schwedenbau parkt. Im Hintergrund biegt ein Autofahrer links auf den Schotterparkplatz auf dem Brauereiareal ein: Trotz Umleitungen kommen inzwischen alle zurecht und nutzen die angebotenen Möglichkeiten. Foto: Bodo Schnekenburger

Das Parkproblem während der Straßensperrung ist in der Talstadt ist durch eine neue Zufahrt entschärft. Davon profitieren die Gewerbetreibenden am Talplatz.

Es geht voran. Nicht nur bei den Arbeiten im Untergrund, sondern auch in Sachen Umleitung wegen der Talplatz-Baustelle.

 

Inzwischen hat sich bei der Umleitung ein kleiner Baustein realisieren lassen, der bei den betroffenen Geschäftsleuten ziemlich weit oben auf der Wunschliste stand.

Von zwei Seiten aufs Brauereiareal

Denn zwar ist der Talplatz selbst von unten her nach wie vor befahrbar, doch ist diese Lösung für Kunden, Gäste und Besucher, die etwa von den Umlandgemeinden oder aus den westlichen Höhenstadtteilen über die Oberstadt kommen, nicht wirklich attraktiv. Da kürzt die jetzt eröffnete Möglichkeit, von der Rottweiler Straße her über die „Rampe“ und das Rondell in die Talstraße fahren und so den Schotterparkplatz auf dem Brauereiareal ansteuern zu können, schon deutlich mehr Charme.

Gewohnter Weg

„Die Möglichkeit, das so zu beschildern, hat das Landratsamt uns am Montag dieser Woche eröffnet. Vorausgegangen waren intensive Bemühungen der Stadtverwaltung, die nun zum Erfolg geführt haben. Ziel ist es, das Gewerbe am Talplatz zu stärken, da nun die Kunden wieder auf direktem Weg den gewohnten Parkplatz ansteuern können“, berichtet Bürgermeister Matthias Winter und erklärt, dass die Neuregelung komme der Parkplatzsituation insgesamt zugute.

Das „echte“ Schild wird gerade erstellt, doch auch das Provisorium gibt den Weg zum Parkplatz frei. Foto: Bodo Schnekenburger

Das Bauunternehmen erstelle gerade die entsprechende Beschilderung. Bis sie angebracht ist, muss das Provisorium reichen. Immerhin: Am Freitag um die Mittagszeit kamen offenkundig nicht nur ortskundige Autofahrer damit gut zurecht. Der Schotterparkplatz wird regelmäßig von oben her angefahren und ist gut belegt. Auch auf dem Talplatz ist mehr los als die Tage zuvor.

Fußläufig erreichbar

Für Sigmar Wehner vom Modehaus Hoffmeyer, der sich gerade, wie so oft in diesen Tagen, ein Bild von den Tiefbauarbeiten macht, sorgt das zumindest für ein bisschen Entspannung: Zufahrt Talplatz von unten her, Zufahrt Parkplatz Brauereiareal aus beiden Richtungen, dazu die Möglichkeit, den Talplatz vom Schotterparkplatz direkt fußläufig zu erreichen, ist so ziemlich das Beste, was in diesem Quartier derzeit machbar ist.

Täglich Überraschungen

Und die Baustelle nebst Umleitungsregelung ist nicht bis Anfang März, bis dahin reicht die verkehrsrechtliche Anordnung des Landratsamts, festzementiert. Die Bauarbeiten kämen „so zügig wie möglich voran“, erklärt Winter. Das Problem: Nicht alles, was bei den Grabungsarbeiten gerade freigelegt wird, ist auch in einem alten Plan eingezeichnet. Da lauern fast täglich Überraschungen. Wehner konstatiert, dass die Baukolonne ordentlich ranklotzt, doch kosten solche Überraschungen eben ihre Zeit. Irgendwann kann auch die Witterung noch eingreifen.

Im Blick hat man jedoch die Option, nach Möglichkeit neue, erleichternde Varianten einzurichten: „Der Bestand der geänderten Verkehrsführung hängt vom Fortgang der Bauarbeiten ab. Wie dargelegt, sollen diese so zügig wie möglich abgeschlossen werden. Je nach Baufortschritt wird die Regelung angepasst, um die Verkehrsteilnehmer zu entlasten“, erklärt Winter.

Keine Beschwerden

Solange der Tiefbau faktisch eine komplette Fahrbahn betrifft, ist dafür allerdings noch kein Raum. Nach der ersten Verunsicherung über die ohne Vorankündigung eingerichtete Umleitung hat sich der Verkehr eingespielt. „Wir haben keine Beschwerden bekommen. Weder im Bereich des Ordnungsamtes, noch bei der Bauverwaltung und auch nicht bei mir. Insofern gehe ich davon aus, dass sich die temporär geänderte Verkehrsführung etabliert hat“, sagt Winter und dankt der Bevölkerung und dem angrenzenden Gewerbe für das entgegengebrachte Verständnis.