Mit der sich neigenden Mauer muss sich auch der Gemeinderat beschäftigen. Bauamtsleiter Patrick Lutz verfasst eine Sitzungsvorlage.Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Baustelle: Mauer am Brigachtaler Werk- und Vereinshaus muss saniert werden / Spalt unter Beobachtung

An der Brigachtaler Hauptstraße findet sich vor dem Werk- und Vereinshaus ein historisches Mauerbauwerk, welches inzwischen etwas aus den Fugen geraten scheint.

Brigachtal. Die Mauer am Brigachtaler Werk- und Vereinshaus bewegt sich, der mittige Teil hängt zwölf Zentimeter über. Eine Teilsanierung zeichnet sich ab, zunächst soll Stützschotter helfen.

Gehweg vor dem Mauerteil ist schon länger abgesperrt

Bauamtsleiter Patrick Lutz behält das undatierte Bauwerk im Auge, das Freiburger Regierungspräsidium (RP) hat eine Sonderprüfung veranlasst. "Rund 31 Meter der Mauer sind nicht mehr im Lot, der Spalt oben zwischen den Steinen und dem Asphalt zeigt die Bewegung auf und bleibt unter Beobachtung", so Lutz. In absehbarer Zeit wird der Schotter angetragen, über das weitere Vorgehen befindet der Gemeinderat. Im Falle einer Sanierung dürften Kosten im sechsstelligen Bereich anfallen, gehandelt werden muss so oder so. Allemal zur Fasnet kommt die Mauer in die Blickwinkel, auf und vor ihr stehen an den närrischen Tagen die Brigachtaler und schauen sich den Umzug an. Der Gehweg vor dem sich neigenden Mauerteil ist schon geraume Zeit abgesperrt, die Fußgänger werden noch länger auf die andere Straßenseite wechseln müssen.

Stützschotter und Beton sollen das Bauwerk stabilisieren

Akut einsturzgefährdet scheint die Mauer nicht zu sein, bei Patrick Lutz tut sich die eine oder andere Sorgenfalte aber schon auf. Wann die Mauer gebaut wurde weiß man weder im Rathaus noch im RP, auch zum Material kann Lutz keine genauen Angaben machen: "Kalkstein ist es meines Erachtens nicht, es sieht eher nach Sandstein aus." Der Stützschotter soll einen guten Meter hoch aufgeschichtet werden, Leitelemente aus Beton verhindern das Wegrutschen.

Kostenaufteilung im Sanierungsfall ist prinzipiell möglich

Die Kostenaufteilung im Sanierungsfall ist möglich aber noch nicht zugesagt, für Brigachtal würde der reine Gemeindeanteil idealerweise bei 20 Prozent liegen.

Insgesamt ist die Mauer am Werk- und Vereinshaus 95 Meter lang. Dem Zustand einer Mauer kommen Schulnoten zu, in Brigachtal ergibt sich ein Wert zwischen 3,6 und 3,9.

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