Kleb, Krautbühl, Wachsende Kirche: Nagold ist bekannt für seine schönen Parkanlagen. Doch Baustellen trüben das Erlebnis deutlich ein. Wie lange noch? Hier sind die Antworten.
Zunächst kurz eine Bestandsaufnahme: Im Stadtpark Kleb ist die große Spielwiese komplett gesperrt. Auch Teile der Wege entlang der Nagold sind weiter nicht passierbar.
Zwei Baustellen sorgen für diese Einschränkungen. Direkt an der Nagold wird vom Abwasserzweckverband (AZV) an dem Düker gebaut, mit dem der Fluss unterquert wird. Und auf der anderen Seite der Wiese gehen in den nächsten Wochen die Arbeiten für den neuen Spielpatz weiter.
Große Teile des Krautbühlparks sind Baustellengelände
Auf der anderen Seite des Flusses sieht es nicht besser aus: Große Teile des Krautbühlparks sind Baustellengelände. Das Areal ist etwa ab dem Seniorenzentrum Martha Maria nicht begehbar. Die Wegeführung in Richtung Innenstadt erfolgt offiziell auf dem Fußweg zwischen Seniorenzentrum und keltischem Grabhügel, und dann geht es über die Freudenstädter Straße weiter in Richtung ZOB. Auch in diesem Areal wird an dem Düker gebaut.
Auf Anfrage der Redaktion erörterte nun der AZV die weiteren Schritte in den nächsten Wochen und Monaten.
Der eigentliche Dükerbau
Den Bau des Dükers will der Abwasserzweckverband nach aktueller Planung bis voraussichtlich Ende März abgeschlossen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen die Leitungen und die unterirdischen Bauwerke vollständig eingebracht sein. An Leitungen verlegt wurden dort Rohre für Abwasser, Trinkwasser, Nahwärmeleitungen, aber auch Leerrohre.
Die technische Ausrüstung bei der Wachsenden Kirche
Die technische Ausstattung des Dükerbauwerks – insbesondere die Installation von Messgeräten – kann nach Angaben des AZV Nagold aufgrund von Lieferzeiten erst im Juli erfolgen. Weiter heißt es dazu: „Diese Bautätigkeiten werden allerdings nur zentral im Bereich um die Wachsende Kirche erfolgen.“ Hierzu bleibe ein kleiner Bereich im Krautbühlpark eingezäunt.
Sobald die technische Ausstattung des Dükerbauwerks abgeschlossen sei, muss Ende August dann auch noch ein Schachtbauwerk im Bereich der Wachsenden Kirche verändert werden. Im Anschluss soll dann auch dort die Oberfläche wieder hergestellt werden.
Weiter heißt es in der Mitteilung des Zweckverbands: „Dies ist der finale Schritt, bevor der Düker in Betrieb genommen werden kann.“
Die Wege- und Rasenflächen in Kleb und am Krautbühl
Und wann kann nun der Kleb und der Krautbühlpark wieder voll als Freizeit- und Erholungsstätte genutzt werden? „Die Herstellung aller restlichen Oberflächen, insbesondere Wege- und Rasenflächen sowohl im Krautbühl als auch im Kleb, wird nach derzeitiger Einschätzung Mitte April beginnen und benötigt ungefähr acht Wochen“, teilt der AZV dazu mit.
Die Freigabe der Flächen im Kleb
Mit einer Freigabe der Flächen im Kleb ist aller Voraussicht nach also Mitte Juli zu rechnen, da die Stadt die Rasenflächen voraussichtlich erst nach etwa sechs Wochen freigeben kann. Weiter fügen Stadt und der Abwasserzweckverband hinzu: „Trotz sorgfältiger Planung können sich witterungsbedingt oder durch Lieferengpässe noch Änderungen im Ablauf ergeben.“