In der Nacht auf Dienstag erfolgt die Verkehrsumlegung auf die neue Trasse bei Pforzheim.
Planmäßig erreicht die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest in dieser Woche einen „Meilenstein“ beim sechsstreifigen Ausbau der A8 bei Pforzheim („A8-Enztalquerung“), heißt es in einer Pressemitteilung der Autobahn GmbH. Der Verkehr wechselt auf die neu gebaute dreispurige Trasse. Damit entfällt innerhalb der Großbaustelle der bisherige Verschwenk in der Enzsenke. Der Verkehr wird erstmals durch die neu gebaute 380 Meter lange Lärmschutzeinhausung geführt.
2026 Herstellung dreispuriger Trasse Richtung Karlsruhe
Dazu Christine Baur‑Fewson, Direktorin der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest: „Mit Fertigstellung der dreispurigen A8-Trasse, die zukünftig als Richtungsfahrbahn Stuttgart dienen wird, erreichen wir einen wichtigen Meilenstein, der spürbare Verbesserungen für die Menschen in der Region bringt. Denn die Lärmschutzeinhausung bei Pforzheim und neue Lärmschutzwände senken den Verkehrslärm. Zudem wird der Verkehr im Baustellenbereich flüssiger und sicherer. Die Herstellung der dreispurigen Trasse Richtung Karlsruhe inklusive Brücken und zweiter Röhre der Lärmschutzeinhausung stehen 2026 im Fokus.“
In der Nacht auf Dienstag wird laut Pressemitteilung zunächst der Verkehr in Fahrtrichtung Stuttgart auf die neue Trasse umgelegt. Im Laufe dieser Woche folgt die Umlegung des Verkehrs in Fahrtrichtung Karlsruhe. Anschließend wird die Anschlussstelle Pforzheim‑Ost wieder mit allen Fahrbeziehungen in Fahrtrichtung Stuttgart geöffnet.
Damit wird der komplette baustellenbedingte Verkehr mit je zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung über die neu ausgebaute Trasse geführt. In der jetzt beginnenden Bauphase wird die A8 in Fahrtrichtung Karlsruhe von zwei auf drei Spuren ausgebaut. Wie angekündigt, wird die Anschlussstelle Pforzheim-Ost Richtung Karlsruhe dazu vorübergehend geschlossen, heißt es in der Pressemitteilung.
Kurzüberblick Sperrungen 2026
Im ersten Halbjahr sind für Brückenabbrüche und den Einhub eines Schutztunnels Vollsperrungen der B10 notwendig (Abbruch der Behelfs‑ und Bestandsbrücke).
Im zweiten Halbjahr folgen abschnittsweise Vollsperrungen der A8 zum Einhub der Überbauten für die neuen Brücken zwischen Niefern‑Öschelbronn und Pforzheim‑Hagenschieß (K4500) sowie Kieselbronn und Eutingen (K9807).
Die Termine werden von der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest frühzeitig kommuniziert und die Sperrungen so umgesetzt, dass die Auswirkungen für Verkehrsteilnehmende, Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering bleiben, heißt es in der Pressemitteilung.
Kurzüberblick über das Gesamtprojekt
Ausbau
Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest realisiert den sechsstreifigen Ausbau der A8 auf 4,8 Kilometern unter laufendem Verkehr, sie reduziert Steigungen und Gefälle in der Pforzheimer Senke, sie baut acht Brücken sowie zahlreiche Lärmschutzmaßnahmen. Die Bundesstraße B10 bei Pforzheim-Ost wird vierspurig aus- und die A8-Anschlussstelle Pforzheim-Ost komplett umgebaut. Zudem wird die Parkplatz-mit-WC-Anlage Enztal-Süd neu gebaut, die unter anderem 30 neue Lkw-Stellplätze bietet.
Ziele
Wesentliche Ziele des Projekts sind die Erhöhung der Verkehrssicherheit und ein umfassender Lärmschutz für die Anrainerinnen und Anrainer, heißt es in der Pressemitteilung. Demnach werden zahlreiche Naturschutzmaßnahmen umgesetzt. Die Priorität der Autobahn GmbH liege auf der schnellen und sicheren sowie qualitativ hochwertigen Durchführung des Projekts. Einschränkungen für Verkehrsteilnehmende, Anwohnerinnen und Anwohner sollen so weit wie möglich reduziert werden, so die Autobahn GmbH. Nach aktuellem Stand wird die Fertigstellung Ende 2027 erfolgen.