Die Umleitungsschilder, hier in Freudenstadt, stehen schon bereit.Foto: Haier Foto: Schwarzwälder Bote

L 401: Sieben Abschnitte vom Kreisverkehr bis nach Mitteltal

Baiersbronn/Mitteltal. Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant, über die kommenden Jahre die L 401 von Baiersbronn über Mitteltal bis Ortsende Obertal zu sanieren. Die Bauarbeiten für den Streckenabschnitt zwischen dem Kreisverkehr in Baiersbronn und der Karl-Müller-Brücke in Mitteltal beginnen am Montag, 14. Juni, mit der Einrichtung der Baustelle, teilte das Regierungspräsidium am Freitag mit. Sie sollen bis Herbst 2022 laufen.

Die Baumaßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Baiersbronn und dem Landratsamt Freudenstadt unter Federführung des Regierungspräsidiums. Parallel zu den Erhaltungsarbeiten an der L 401 werden für den Landkreis Freudenstadt Glasfaserleitungen verlegt. Zudem wird die Ortsdurchfahrt umgestaltet, indem die Fahrbahnbreite abschnittsweise durch neue Parkbuchten und Grünflächen von 8,5 Meter auf rund 6,5 Meter reduziert wird. Zusätzlich werden Teile der Kanalisation erneuert und zwei Mittelinseln als Querungshilfen und geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen errichtet. Der Gehweg vom Kreisverkehr bis zum Festplatz wird der Gestaltung der Freudenstädter Straße angepasst. Die Gemeindewerke Baiersbronn lassen neue Versorgungsleitungen für Gas, Strom und Telekommunikation herstellen sowie die Leitungen für die Straßenbeleuchtung erneuern. Zusätzlich wird am Ortsausgang Baiersbronn eine Felssicherung in den Bauablauf integriert.

Auf der rund drei Kilometer langen Gesamtstrecke wird der Asphalt unter halbseitiger Sperrung mit Ampelanlage in sieben Abschnitten erneuert. Im ersten Bauabschnitt, mit einer Baufeldlänge von rund 200 Metern, ist laut Regierungspräsidium eine zusätzliche innerörtliche Umleitung erforderlich. Sie erfolgt über die Behelfsbrücke am Neumühleweg. Der erste Abschnitt soll bis Ende August 2021 in Gänze, das heißt inklusive Asphaltdeckschicht sowie Park- und Grünflächen, fertiggestellt sein.

Anschließend folgen die Bauabschnitte zwei bis sieben. Für das Einbringen der Deckschicht in diesen Abschnitten werden voraussichtlich jeweils wenige Tage Vollsperrung der Strecke erforderlich sein, so die Behörde. Nur so könne eine Vielzahl an Nahtstellen, die oft mängel- und reparaturanfällig seien, vermieden werden. Die Umleitung wird jeweils ausgeschildert und führt in beiden Fahrtrichtungen über die Bundesstraßen B 500, B 28 und B 462, also den Ruhestein und Freudenstadt. Über die genauen Zeitpunkte will das Regierungspräsidium rechtzeitig informieren.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Euro. Davon trägt rund 2,5 Millionen Euro das Land, rund 1,65 Millionen Euro die Gemeinde und rund 150 000 Euro der Landkreis.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: