Die Straße am Schulcampus erfordert komplexe Planungen. Mit der Bücherei geht es in den nächsten Wochen los.
Zwei wichtige Bauprojekte im Stadtgebiet haben den Ausschuss für Technik und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei die Sanierung der Achdorfer Straße. Des Weiteren richteten die Ausschuss-Mitglieder ihre Blicke auf Neuigkeiten zum Planungsstand für die Modernisierung der Stadtbibliothek.
Wie die Ausführungen in der Sitzung deutlich machten, nimmt die Sanierung der Achdorfer Straße, insbesondere im Bereich des Schulcampus, so langsam konkrete Formen an.
In dem verantwortlichen Gremium standen zahlreiche Maßnahmen zur Diskussion. Mit den geschätzten Baukosten von rund zwei Millionen Euro soll diese zukunftsweisende Sanierung nach Möglichkeit noch im laufenden Jahr in Angriff genommen werden.
Die Planung eines Tuttlinger Ingenieurbüros, die noch mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt werden muss, ist bereits weit fortgeschritten und die erforderlichen Förderanträge wurden fristgerecht eingereicht. Die komplexen Anforderungen erfordern im Detail ansprechende Lösungen und im gesamten Projekt gilt es für die Planer, zahlreiche Herausforderungen zu berücksichtigen.
Das alles ist zu beachten
Von großzügigen Fußgängerwegen und ausgeschriebenen Parkplätzen über Geschwindigkeitsbegrenzungen, die nötige Sicherheit für den Schulweg und eine Haltestelle für die Schülerbusse bis hin zu einer flüssigen Verkehrsbewältigung, besonders in den Stoßzeiten, sowie begrenzte Möglichkeiten für die unliebsamen Elterntaxis oder ausreichend Parkplätzen für das Lehrerkollegium sind entsprechende Lösungen in Arbeit.
Dazu sind weitere Anstrengungen nötig, etwa für die Umleitung über die Kantstraße inklusive eines separaten Gehwegs für die Schüler. Vieles muss also geklärt werden, damit das Projekt auch gestemmt werden kann. Einige Punkte wurden in der Sitzung des Technischen Ausschusses entsprechend kontrovers diskutiert, um die Ausführungen zeitnah zu realisieren.
So brachten die Mitglieder des Gremiums auch einige Vorschläge ein. Anträge der CDU, die Bushaltestellen und den parallel verlaufenden Teil der Achdorfer Straße nicht einzufärben, die Parkplätze vor der Eichbergschule mit einer Tiefe von fünf Metern statt der geplanten Reduzierung auf 4,50 Meter zu behalten sowie den geplanten Lehrerparkplatz hinter der Eichbergschule mit einer zweiten Straßenlaterne auszurüsten, wurden einstimmig befürwortet.
Zusatzkosten sparen
Laut CDU-Fraktionssprecher Dieter Selig können hier Zusatzkosten in sechsstelliger Höhe eingespart werden. Der Verzicht auf Grünflächen und die Gestaltung dieses Bereichs nach dem Muster eines Parkplatzes waren weitere gemeinsame Entscheidungen.
Auch die Gestaltung des Buswartehauses am Schulcampus war ein Thema. Hier sollen keine Sitzgelegenheiten installiert werden, um einer generellen Verschmutzung vorzubeugen. Eine Größe bis maximal 65 Quadratmeter wird bezuschusst. Mit 41 Parkplätzen für das Lehrerkollegium sieht man auch diesen Bedarf gedeckt. Barrierefreiheit und höchstmögliche Sicherheit fanden ebenfalls Berücksichtigung. Sicherheitsrelevante Aspekte sollen in allen Sektoren berücksichtigt werden. Die Detailplanung wird in den kommenden Wochen weiter intensiviert, damit eine Umsetzung so zeitnah wie möglich über die Bühne gehen kann.
Es wird moderner
Zum Abschluss stellte Hauptamtsleiterin Nicole Schautzgy die Planungen für die Sanierung der Stadtbibliothek vor. Nach der Räumung sollen hier in den kommenden Monaten die Gestaltung einer modernen Präsentation sowie die Einführung einer „Open Library“, mit flexibler Nutzung, vollkommen neu über beide Stockwerke hinweg umgesetzt werden. Vom Eingangsbereich über Präsentationen, Monitor und Pinnwand, zweckmäßige Möblierung und Möglichkeiten zur Selbstbedienung bis zu einer Pflanzenbörse soll die Bibliothek modernisiert werden.