Die Stiftung Lebenshilfe möchte auf der „Firstwiese“ in einen Ersatzbau für ihr Wohnheim in Sickingen investieren. So ist der aktuelle Stand bei dem Bau-Großvorhaben.
Die Stiftung Lebenshilfe plant auf der „Firstwiese“ in der Verlängerung der Fürstin-Eugenie-Straße einen dreigeschossigen Ersatzbau für ihr Wohnheim in Sickingen. Vorgesehen sind 24 Wohnplätze für Menschen mit Behinderungen (1. und 2. Obergeschoss) sowie rund 40 Plätze für Tagesstrukturangebote im Erdgeschoss.
Das Bauprojekt stellte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Monika Betz im Dezember vergangenen Jahres im Verwaltungsausschuss vor. Der einheitliche Tenor bei Verwaltung und Stadträten: Das Vorhaben gilt es zu unterstützen.
Spätestens bis Juni 2032 muss der Neubau stehen. Denn: Das Wohnheim in Sickingen entspricht nicht mehr der aktuellen Landesheimbauverordnung, bis dahin greift jedoch eine Übergangsfrist, die den Weiterbetrieb erlaubt.
Wie weit sind die Pläne in der Zwischenzeit fortgeschritten? Derzeit läuft der Architekturwettbewerb, durch welchen das detaillierte Konzept für den Neubau erarbeitet wird. Das teilt Holger Klein, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, auf Anfrage mit. Und weiter: „Voraussichtlich wird die Jury im August 2025 eine Entscheidung treffen.“
Grundstück-Verkauf erst, wenn Konzept vorliegt
In dieser Jury sitze auch eine Vertretung der Stadt Hechingen. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung hebt Klein hervor: Die Abstimmung mit der Stadt erfolge „sehr eng“. Der Vorstandsvorsitzende zeigt sich daher zuversichtlich, dass eine „gemeinsame, gute Lösung“ gefunden werde. Er erinnert in diesem Zusammenhang an das Projekt Martinshof – für Klein „ein vergleichbares Verfahren“. Die damalige Zusammenarbeit sei „vorbildlich“ gewesen.
Noch ist das Grundstück – die „Firstwiese“ – in Besitz der Stadt Hechingen. Über dessen Verkauf werde wohl erst entschieden, sobald das Grundkonzept der Bebauung vorliege.
Wie geht es nun weiter? Nach Abschluss des Architekturwettbewerbes wird laut Klein der Stiftungsrat über die weitere Vorgehensweise beraten. „Sollte dann ein Entschluss darüber gefasst werden, mit welchem Büro beziehungsweise mit welchem Partner wir zusammenarbeiten, müssen zunächst die Grundlagen für einen Bebauungsplan erarbeitet werden“, informiert der Vorstandsvorsitzende weiter. Eine konkrete Zeitplanung könne daher sinnvollerweise erst nach Genehmigung des Bebauungsplans vorgenommen werden.
Standort ist für die Lebenshilfe optimal
Klar ist: Die Investition der Lebenshilfe auf der „Firstwiese“ wird ein „Millionenprojekt“, wie Bürgermeister Philipp Hahn in der damaligen Sitzung schon sagte. Für die Stiftung mit Hauptsitz in Bisingen ist der Standort optimal. Zentrumsnah und verkehrlich gut erschlossen. Denn: Mit dem Neubau soll auch die Fürstin-Eugenie-Straße durchgehend ausgebaut werden.