Bibliothek oder Besprechungszimmer? Nach der Sanierung sollen die Räume teils ganz anders aussehen. Foto: Jansen

In den Faschingsferien soll die Sanierung der Egenhausener Grundschule starten. Wir haben uns vor Ort umgesehen, was gleich bleibt – und was bald nicht mehr existieren soll.

In den Sommerferien sortieren die meisten Schüler ihre Unterlagen vom vergangenen Jahr aus – in der Schule in Egenhausen selbst wurde ebenfalls sortiert und vor allem aussortiert. Einerseits für das neue Schuljahr: Die Bücher und Hefte liegen in ordentlichen Stapeln im Flur.

 

Aber die Vorbereitungen laufen auch bereits für die Faschingsferien: Denn die Sanierung der Schule soll im Frühjahr starten – das bedeutet auch: Die Schule muss umziehen. Das wird voraussichtlich in den Faschingsferien soweit sein und wie bei jedem Umzug steht eine Menge Arbeit an.

Der Medizinball mit Rentierfellfüllung und eine alte Schulbank gehören zum „Museum“ der Schule. Foto: Jansen

Die Lehrer haben bereits angefangen, einzupacken und zu entscheiden, was mitdarf und wovon sich die Grundschule trennen wird. Über die Jahre hat sich einiges angesammelt. Unterlagen, Bücher und Schreibwaren werden regelmäßig genutzt. Aber es finden sich auch Erinnerungsstücke aus alter Zeit, wie ein Schreibpult oder ein Medizinball, mit Rentierfell gefüllt.

Ein Blick in die Schule selbst zeigt: Hier wird sich einiges ändern. Klassenzimmer werden neu gestaltet, der Eingangsbereich wird abgerissen. Im Moment führt noch eine überdachter Bereich in die Schule, unter dem Giebel befindet sich ein Speicher.

Der Speicher über dem Eingangsbereich Foto: Jansen

An Stelle des alten Eingangsbereichs wird es einen Neubau geben: Nach Plänen aus dem Juli sollen darin Mensa und Ganztagesbetreuung untergebracht werden. Wie genau dieser Neubau später aussieht, ist noch nicht in allen Details geklärt, aber die Feuertreppe am hinteren Ende des Kerngebäudes soll erhalten bleiben, erklärt Bürgermeister Sven Holder.

Der überdachte Vorbereich wird weichen – dafür kommt ein Anbau. Foto: Jansen

Früher lebten Hausmeister und manchmal auch Lehrer direkt im Gebäude. Das war bis vor kurzem auch in Egenhausen so. Mit der Rente der langjährigen Hausmeisterin wurde die Wohnung im Obergeschoss frei. Sie steht derzeit leer, einige Gegenstände erinnern noch daran, dass hier einmal eine Wohnung war, wie ein großes Doppelbett im ehemaligen Schlafzimmer. Diese ehemaligen Wohnräume werden nach der Sanierung als Verwaltungsbereich dienen. Hier sollen etwa Rektorat und Lehrerzimmer einziehen.

Die alte Hausmeisterwohnung wird zum Verwaltungstrakt. Foto: Jansen
Platz für alle Lehrer ist im Lehrerzimmer aktuell eher nicht. Foto: Jansen

Auch ein großes Thema, das beim Bau der Grundschule vor 73 Jahren noch nicht ins Gewicht fiel, ist die Barrierefreiheit. Momentan gibt es eine Stufe zwischen Eingangsbereich und Schulhof – das soll eingeebnet werden.