Die Rohbauphase für die neuen Gebäude hat bereits begonnen. Im Oktober soll das Richtfest gefeiert werden.
Das Erscheinungsbild der Stadt verändert sich. Das Kasernen-Areal am Buchberg ist bereits zu großen Teilen verschwunden, die dortige Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge ist Geschichte. Im nördlichen Teil sind die ersten neuen Häuser entstanden, eine Kindertagesstätte hat ihren Betrieb aufgenommen. Ein neuer Stadtteil entsteht.
Veränderung ist auch am Donauzusammenfluss von Brigach und Breg sichtbar. Führte die Breg ehemals über einen kerzengeraden Kanal bis in die Brigach, ist das Gebiet jetzt wieder renaturiert. Das Delta wurde in einen viel natürlicher und harmonischer auftretenden Bereich umgewandelt. Besser für Flora und Fauna – und auch die Menschen schätzen diesen Ort jetzt umso mehr.
Und auch bei den Hans-Thoma-Höfen findet sich eine Veränderung, die das Antlitz der Stadt neu gestaltet. Das ist schon jetzt zu erkennen. Bereits drei der großen alten Wohngebäude entlang von Hindenburgring, Hans-Thoma-Straße und Dürrheimer Straße sind abgerissen. Entstehen werden sechs neue Gebäude mit 88 Wohnungen und ein komplett neuer Außenbereich.
Arbeiten im Zeitplan
„Die Arbeiten kommen gut voran und die von der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) mit der Planung und Umsetzung beauftragte Firma Züblin liegt voll im Zeitplan“, erklärt Bima-Pressesprecher Thorsten Grützner. Auf dem Gelände sind bereits die ersten Gebäudeteile zu erkennen. Man befinde sich jetzt bereits in der Rohbauphase. Die habe nach dem Aushub der Baugrube mit der Fundamentlegung begonnen: „Aktuell werden die Fundamente für die zwei Häuser Ecke Hindenburgring/Dürrheimerstraße gelegt", so Grützner weiter.
Immer eine Gehwegseite für Fußgänger
Dort sollen Tiefgarage und Kellerbereiche Gestalt annehmen. „Vom Ablauf her werden die insgesamt sechs geplanten Gebäude nacheinander von Ost nach West in die Höhe wachsen“, sagt der Pressesprecher. Die Baustelle werde über den gesamten Bauverlauf nur über eine Zufahrt bedient. Diese werde sich, bedingt durch den Baufortschritt, im Laufe des Projekts in Richtung Hansjakobstraße verschieben. „Es ist sichergestellt, dass im Bereich des Hindenburgringes für die Öffentlichkeit immer eine Gehwegseite zur Verfügung steht“, sagt Grützner. Parallel zum Rohbau werden in der Baugrube bereits die Versorgungsleitungen mit Wasser, Strom, Telekommunikation und Fernwärme verlegt. Ende 2023 will man damit fertig sein, dann soll der Innenausbau der Gebäude beginnen. Das Richtfest ist für Oktober 2023 anvisiert, erklärte Joachim Dannecker von der Firma Züblin beim Spatenstich im November.
Photovoltaik auf alle Dächer
Als der Gemeinderat im Mai 2021 über die Hans-Thoma-Höfe diskutierte, äußerte das Gremium den Wunsch, die Bedachungen der neuen Gebäude dort mit Photovoltaik-Modulen auszustatten. Die Ausstattung mit Photovoltaik sei nicht nur dem Gemeinderat wichtig, sondern auch ein großes Anliegen der Bima im Rahmen der Nutzung erneuerbarer Energien, heißt es aus der Pressestelle: „Deshalb werden die Dächer aller sechs Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet“, sagt Thorsten Grützner. Das neue, auf 8000 Quadratmetern entstehende Areal soll 2024 komplett fertiggestellt sein. 2025 steht dann ein zweiter Bauabschnitt an.
Das Gebiet
Das rund 1,7 Hektar große Gebiet befindet sich in den Händen des Bundes. Daher ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) federführend beim Projekt. Einige Gebäude aus den 1950er Jahren sind bereits verschwunden. Eine Sanierung hätte sich laut Bima nicht mehr gelohnt. Die neuen Gebäude sollen in erster Linie neuen Platz für Bedienstete des Bundes bieten. Und davon gibt es in der Nähe eine ganze Menge. Etwa die Soldaten der Kaserne auf der anderen Straßenseite oder Mitarbeiter des Zoll-Trainingszentrums, das in Hüfingen entstehen soll.