Die kleine Schlichemtalhalle wird ertüchtigt. Foto: Hezel

Bei der kleinen Schlichemtalhalle stehen einige bauliche Maßnahmen an. Neben Sanierungsarbeiten ist ein innovatives Heizsystem vorgesehen.

Die kleine Schlichemtalhalle sei hinsichtlich der Energie- und Wasserversorgung bislang mit dem Gebäude der Grundschule verbaut, erklärte die Böhringer Ortsvorsteherin, Martina Stier, in der jüngsten Ortschaftsratssitzung.

Das werde nun getrennt, da die Schule durch den Bau der Kita anders versorgt werden solle. Zudem sei die Halle Baujahr 1965, was ohnehin einige Baumaßnahmen notwendig mache, so Stier.

Schlechte Wärmedämmung

Es stehen einige Maßnahmen im Innenbereich der Halle an, berichtete die Ortsvorsteherin. Viele Glasbausteine der Außenfassade der Halle seien beschädigt, mutmaßlich durch Vandalismus, welche bislang notdürftig mit Folie abgedeckt seien, erklärte Stier. Dies führe zu schlechter Wärmedämmung. Deswegen werde diese Glasfassade erneuert und zusätzlich mit einer Holzdämmung versehen.

Unter die vorhandenen Fenster sollen weitere Fenster angebracht werden, um für mehr Helligkeit zu sorgen. Ein Gitter oder Netz vor den Fenstern solle die Sicherheit erhöhen.

Zudem gelte es, die Fluchtwege zu verbessern. Weiterhin sei für die Treppe am Haupteingang eine Rampe geplant. Dies diene der Barrierefreiheit und erleichtere den Transport von Gerätschaften. Dabei bleibe ein Teil als Treppe erhalten, teilte die Ortsvorsteherin mit.

Die alte WC-Anlage entfalle. Für die große und kleine Halle seien die vorhandenen WC-Anlagen aber ausreichend, verkündete Stier. Ein Router sorge künftig für Internetanschluss.

Vorbild Flegga Bätscher

Eine neue Wärmeversorgung erfolge über mit Strom betriebene Heizleisten, welche oben an der Schräge angebracht würden und nach unten beheizen. Die Flegga Bätscher, die im Vereinshaus bereits über ein derartiges Heizsystem verfügen, hätten die Heizschnelligkeit und Heizeffektivität sehr gelobt, gab Stier bekannt. Eine Nutzung der Halle im Winter für sportliche Aktivitäten sei damit gut möglich.

Boden bereitet Probleme

Für die Heizleisten brauche es einen neuen Stromanschluss, welcher neu verlegt werde. Zusätzlich sei von Vereinen der Wunsch geäußert worden, zwei Starkstromsteckdosen anzubringen. Dazu sei ein Termin mit der zuständigen Elektrikerin vereinbart, um mit den Vereinen zu besprechen, wo diese am besten angebracht werden könnten.

Experte gesucht

Ein Problem ist der Boden der Halle. Dieser werfe Falten, was zwar laut Stier seit dem Winter zurückgegangen, aber immer noch deutlich sichtbar sei. Jedoch könne der Boden nicht einfach abgenommen und neu aufgesetzt werden, da es sich um einen Schwimmboden handele mit mehreren verschiedenen Schichten, welche miteinander verarbeitet seien. Das Planungsbüro suche einen Experten, um die beste Lösung zu besprechen, versicherte die Ortsvorsteherin.

Interimslösung gefunden

Auch die Fassade im Außenbereich weise leichte Setzungsrisse auf, was angegangen werden solle. Ein großes Problem sei das Flachdach, wo es an mehreren Stellen rein regne. Die Abdeckung weise Überwürfe auf. Folglich werde das Dach neu abgedeckt und alte Wände erneuert. Die Oberlichter, welche der Hauptfaktor für die undichten Stellen seien, würden abgenommen.

Erst ab der Fasnet

Im August bis September werde in die Ausschreibung gegangen. Da zwischen einzelnen Veranstaltungen keine Zeit für die Maßnahmen sei, könnten diese erst in der Woche nach der kommenden Fasnet begonnen werden.

Dann sie die Halle bis zu den Sommerferien Baustelle. In dieser Zeit werde kein Sport in der Halle möglich sein. In den Wintermonaten bis zur Fasnet müsse aber nicht ausgezogen werden. Es sei eine Interimslösung in Form einer Stromheizung gefunden. Ab Januar werde besprochen, wo einzelne Gruppen in der Zeit nach der Fasnet untergebracht werden könnten.

Geld im Haushaltsplan

Die Kostenschätzung liege bei 280 000 Euro, die im Haushalt eingestellt seien. Das Geld sei jedoch gut angelegt, da die Halle auch in Zukunft gebraucht würde, versicherte Stier.