Mit mehr als 700 000 Euro, vor allem im Bereich der Filtertechnik, wurde erneut eine größere Baumaßnahme im Furtwanger Freibad realisiert. Nun gab es den offiziellen Akt dazu mit Bürgermeister Josef Herdner.
Im Betrieb ist die neue Technik bereits seit Mitte Juni, dem Start der neuen Badesaison. Abgeschlossen werden konnten nun die Arbeiten am Kinderbecken. Kernstück der Maßnahmen ist eine neue Filteranlage mit deutlich besserer Leistung: Von bisher 130 Kubikmeter pro Stunde stieg die Umwälzleistung auf jetzt 550 Kubikmeter. Die deutlich effektiveren Anschwemmfilter brauchen wesentlich weniger Platz. Das neue Filtersystem mit Pumpen und Steuerung kostete rund 600 000 Euro. Vom Land kamen im Rahmen des ELR-Programms 250 000 Euro Zuschuss. Der Verein übernahm 50 000 Euro, die restlichen Kosten trägt die Stadt. Der Verein Bregtalbad übernahm darüber hinaus für 100 000 Euro die Sanierung des Kinderbeckens, die sich überraschend im Herbst als notwendig erwiesen hatte. Das Becken selbst wurde neu gekachelt und zusätzlich mit einer Folie ausgekleidet.
Sehr gute Besucherzahlen
Bürgermeister Josef Herdner zeigte sich zufrieden, dass diese Maßnahme wieder problemlos abgewickelt werden konnte. In diesem Zusammenhang bestätigte er auch, dass sich seit der Schlüsselübergabe 2011 der Betrieb des Bregtalbads durch den Bregtalbad-Verein sehr bewährt habe. Die Bevölkerung honoriert dieses Engagement unter anderem durch regen Besuch des Bads. Auch in diesem Jahr gibt es bereits wieder hervorragende Besucherzahlen: Obwohl das Bregtalbad wegen der Sanierung vier Wochen später öffnete, sind es bereits etwa 8000 Besucher gegenüber 10 000 im vergangenen Jahr mit vier Wochen längerer Öffnungszeit und wesentlich wärmerem Wetter. Den Rekord verzeichnete man am Dienstag mit 980 Besuchern. Bewährt hat sich auch die gleich zu Beginn vom Verein installierte Beheizung mit Solar-Absorber. Die Wassertemperatur liegt aktuell stabil bei 22 Grad. Die Zusammenarbeit von Stadt und Verein habe sich mehr als bewährt, so Herdner. Natürlich beteilige sich die Stadt immer wieder an den Kosten. Aber ein Betrieb des Bads durch die Stadt wäre heute kaum noch möglich, sagte der Bürgermeister.
Direkte Hilfe lässt nach
Dabei achte der Verein darauf, so der Vorsitzende Thomas Wolff, dass man kleinere Probleme sofort angehe. Wesentlich für den Verein sei auch die tatkräftige Unterstützung durch den Bauhof sowie durch Gemeinderat und Bürgermeister, die hinter dem Bad stünden. Nicht zuletzt gebe es immer viele Spender. Ebenso kaufen viele Bürger eine Saisonkarte als Unterstützung für das Bad. Die direkte tatkräftige Unterstützung durch die Bevölkerung habe leider nachgelassen. Gerade beim Saisonstart oder -abschluss gab es früher viel mehr Unterstützung. Das Jahr über habe man aber immer noch eine ganze Reihe von Helfern, beispielsweise für die Grünpflege. Nicht zuletzt hat man inzwischen eine aktive Jugendgruppe, die auf Minijob-Basis den Kiosk sehr effektiv betreibe. Sehr positiv sei außerdem die Zusammenarbeit mit Schwimmmeister „Kapi“ Kapitoschka Koslowski und seiner Firma.