Die Baumpflanzaktion schafft es bis zur französischen Partnerstadt Le Plessis-Trévise.
Manche erinnern sich sicher noch an die sogenannten Kettenbriefe. Die „Tree Planting Challenge 2025“ folgt einem vergleichbaren Muster, aber während seinerzeit das Briefpapier der Datenträger war, findet das Ganze heutzutage in Social Media, also digital und im konkreten Fall über Instagram, statt.
Und im Gegensatz zu damals, als der Inhalt mancher Kettenbriefe eher dubios war, verfolgt heute die „Tree Planting Challenge“ durchaus ehrenwerte Ziele.
Die Challenge ist eine globale Initiative mit dem Ziel, Bäume zu pflanzen. Damit soll dem Klimawandel entgegengewirkt werden, die Städte sollen grüner gemacht werden. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Stärkung des Gemeinschaftsgefühls stehen im Fokus.
Stadt beteiligt sich an der Challenge
Aufmerksame Instagram-Follower haben es bemerkt: Auch die Stadt Burladingen hat sich an der Challenge beteiligt. Ein unterhaltsam gemachtes Video in dem Tourismus- und Social-Media-Beauftrage der Stadt, Sonja Maier, selbst die Kamera führte zeigt, wie Bürgermeister Davide Licht höchstpersönlich vom Schreibtisch weg zum Spaten greift und eine Mehlbeere, den Baum des Jahres 2024, pflanzt. Den Baumsetzling hat die Stadt beim 50-jährigen Jubiläum des Zollernalbkreises erhalten, er schmückte seinerzeit den Ausstellungspavillon des Landkreises auf der Gartenschau Balingen.
Und jetzt hat er nach einer „Zwischenstation“ beim Bauhof seinen endgültigen Platz in der Kernstadt auf der Wiese an der Ortsdurchfahrt oberhalb des Pflegeheims St. Georg gefunden.
Wer nominiert wird, muss einen Baum pflanzen
So funktioniert die Challenge: Eine teilnehmende Kommune – es müssen übrigens nicht nur Kommunen sein, auch Vereine oder Institutionen werden nominiert und nehmen teil – nominiert andere und fordert sie zur Teilnahme, also zur Pflanzung eines Baumes, auf. Die Nominierung geht dann von der nominierten Kommune oder Institution aus weiter.
Sieben Tage Zeit
Sieben Tage hat die nominierte Kommune oder Institution Zeit, gelingt es ihr nicht, innerhalb dieser sieben Tage einen Baum zu pflanzen, muss sie sozusagen als „Strafe“ für die nominierende Kommune ein Vesper ausrichten. Soweit ist es aber bisher noch nicht gekommen. Und auch Burladingen blieb ganz im Zeitrahmen: Donnerstags wurde das Video der nominierenden Gemeinde Bitz hochgeladen, und schon am Montag darauf hat Bürgermeister Licht die Dienstkrawatte mit dem Bauhof-Arbeitskittel vertauscht und den Baum gepflanzt. Ganz im Sinne der Challenge-Ziele!
Partnerschaftlich und global
Nominiert wurde Burladingen, wie erwähnt, von der Nachbargemeinde Bitz, von Burladingen aus geht es weiter nach Mössingen, Trochtelfingen, Sonnenbühl und – das Burladinger Stadtoberhaupt denkt partnerschaftlich und global - über den Rhein bis weit nach Frankreich hinein nach Le Plessis-Trévise, Burladingens französische Partnerstadt.
Bei den guten partnerschaftlichen Beziehungen dürfte die Überprüfung, ob in Le Plessis-Trévise ein Baum gepflanzt wurde, problemlos möglich sein. Eine Baumpflanzung dort wäre natürlich ganz im Sinne der Challenge, ein Essen als „Strafe“, wenn es nicht gelingt, als zweitbeste Lösung vielleicht aber auch noch hinnehmbar.