Das Bebauungsplanverfahren „Buchhaldstraße“ in Fünfbronn soll weitergeführt werden. Darauf hat sich der Simmersfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verständigt.
Hans Wurster, der die Kommune bei der Aufstellung von Bebauungsplänen unterstützt, ging auf die Ausgangslage ein. In der Buchwaldstraße könnte man insgesamt acht Plätze zur Wohnbebauung anbieten. Der im Jahr 2022 gefasste Aufstellungsbeschluss wurde jedoch vom Landratsamt Calw beanstandet.
Das Gelände unterhalb des Friedhofs sei als allgemeines Baugebiet auszuweisen und eine vom BUND geforderte Umweltprüfung zu veranlassen, wandte die Behörde ein. Die Expertise kann seit Mitte November im Simmersfelder Rathaus eingesehen werden.
Ein weiterer Schwachpunkt sei die Entwässerung. Der vorhandene Kanal weise dafür nicht die erforderliche Tiefe auf. Der Ortschaftsrat hatte sich für ein Trennsystem von Schmutz- und Niederschlagswasser ausgesprochen.
Bestehenden Kanälen droht Überlastung
Das Regenwasser könnte man auch bis zu den Wiesen im Schnaitbach ableiten, erklärte Wurster. Oder im direkten Anschluss an das Baugebiet Versickerungsmulden graben, schlugen einige Gemeinderäte vor.
Im Bebauungsplan sind drei Pflanzgebote vorgesehen, inklusive einer 20 Meter langen Trockenmauer. Der Abstand zur Garageneinfahrt sollte fünf Meter nicht unterschreiten und das Wohnhaus dreieinhalb Meter von der Straße abrücken.
Für Bürgermeister Jochen Stoll kann das Vorhaben nur bei einem Abwasser-Trennsystem verwirklicht werden, zunächst in diesem Bereich und später für den ganzen Ort Fünfbronn. Die vorhandenen Kanäle seien irgendwann überlastet.
Stoll: „Wir versuchen alles“
Man sollte das Projekt auf jeden Fall weiterführen, erklärte Jörg Kübler. Der Gemeinde müsste daran gelegen sein, Baugrund zur Verfügung zu stellen, damit junge Familien nicht wegziehen. Stoll: „Wir versuchen alles, dass es klappt“.