Der Lindner Unitrac vom Bauhof Hardt soll ersetzt werden. Foto:  

Auch der Bauhof in Hardt kann sich über ein tolles Weihnachtsgeschenk freuen – und zwar über einen neuen Allrad-Transporter Reform Muli.

Wie bei Geschenken unter Erwachsenen oft üblich, soll damit gut und zuverlässig gearbeitet werden. Im Bauhof soll der 14 Jahre alte Lindner Unitrac ersetzt werden.

 

Das vorhandene Fahrzeug hat 3400 Betriebsstunden und wird bislang auch im Winterdienst zum Schneeräumen eingesetzt, erklärte Bauamtsleiter Harry Bernhardt im Gemeinderat.

Nach einigen Reparaturen stehen nun weitere an, wie Kupplung und Antriebswelle, die mit der Rostbeseitigung an der Kabine auf 15 000 bis 20 000 Euro geschätzt werden.

Deshalb soll für das Fahrzeug ein Ersatz beschafft werden. Dafür sind im schon genehmigten Haushaltsplan 2026 Mittel über 200 000 Euro eingestellt. Das alte Fahrzeug könnte über eine Plattform an den Meistbietenden verkauft werden. Für ähnliche Fahrzeuge wurden bis zu 30 000 Euro bezahlt.

Zuverlässige Werkstatt

Der Bauhof hat zwei verschiedene Fahrzeuge getestet, nämlich einen Lindner Unitrac mit 92 PS und einen Reform Muli T8X mit bis zu 108 PS und zwei Tonnen mehr Nutzlast. Preislich liegen beide Fahrzeuge eng beieinander, der Lindner bei 183 500 Euro und der Reform bei 185 000 Euro. Aus Sicht des Bauhofs spricht einiges für den Reform Muli mit mehr PS und zulässig höherer Nutzlast sowie eine hochwertigere Verarbeitung.

Die vorhandenen Anbaugeräte könnten bei beiden Fahrzeugen genutzt werden. Ein großer Vorteil von Reform sei die Werkstatt, die auch für den Ladoc zuständig sei und schnell und zuverlässig arbeite.

Markus Wehrle fand die Fahrzeuge zu teuer, auch im Unterhalt. Dagegen sprach Bauhofleiter Markus Flaig, weil ein Traktor für den Bauhof keine Alternative sei und es neue Anbaugeräte brauche.

Notwendiger Luxus

Angebotene gebrauchte kommunale Fahrzeuge „sind fertig“, berichtete Bürgermeister Michael Moosmann von seinen Recherchen.

Klaus-Peter Herzog sah aus seinen Erfahrungen den Lindner als perfektes Fahrzeug für den Bauhof. Armin Klausmann sah die Fahrzeuge als Luxus, aber als notwendig; ihr Einsatz mit 200 Betriebsstunden im Jahr sei wenig, sie könnten mehr leisten. Das Reform-Fahrzeug sei als Vorführfahrzeug mit 45 Betriebsstunden angeboten und schnell lieferbar. Beim Lindner müsse mit einer längeren Lieferzeit gerechnet werden.

Einstimmig wurde die Anschaffung für einen Reform Muli T8X zum Kaufpreis von 185 000 Euro beschlossen.