Dotternhausens größtes Projekt im neuen Jahrtausend ist fertig: Der Bauhof wird am 20. Juli seiner Bestimmung übergeben. Ein Blick vorab in das neue Gebäude.
Die letzten Tage vor dem Tag der offenen Tür am Sonntag, 20. Juli, werden ein Wettlauf gegen die Zeit. Noch gibt es viel zu tun, bis das neue Domizil des Dotternhausener Bauhofs präsentierfein und bezugsfertig ist. Die Büro- und Aufenthaltsräume für das Personal sind noch nicht möbliert, doch die Tische und Spinde stehen schon in der Fahrzeughalle bereit und werden in den nächsten Tagen verräumt. Auch einige Schlosserarbeiten stehen noch aus. „Jeder Tag tut uns noch gut“, sagt Dotternhausens Bürgermeisterin Marion Maier.
Bauhofleiter Damir Bauman und seine drei Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun. „Schon die ganze Bauphase über“, sagt er. Diese begann mit dem ersten Spatenstich im September 2023, Richtfest wurde im Juni vergangenen Jahres gefeiert. Der Zeitrahmen von 20 Monaten wurde ebenso eingehalten wie der Kostenrahmen von rund drei Millionen Euro, wie Architektin Sandra Karle berichtet.
Der Bauhof hat einige Arbeiten selbst übernommen, wie beispielsweise das Streichen der Wände und das Anlegen und Bepflanzen der Blumenbeete. Die ersten Geräte sind bereits ins neue Gebäude gebracht worden, doch der eigentliche Umzug beginnt nach dem Tag der offenen Tür.
Aus fünf mach eins
Die Herausforderung dabei: Arbeitsutensilien, Geräte, Material und Fahrzeuge aus fünf verschiedenen Gebäude in den Neubau zu bringen. Denn die Behausung des Dotternhausener Bauhof war in den vergangenen Jahren alles andere als optimal: Die Lager waren im ganzen Ort verteilt.
Dafür erwartet die Mitarbeiter nun ein Gebäude, das nicht nur genügend Platz bietet, sondern auch funktional ist. Aufgeteilt ist es in drei Gebäudeteile: Im Büro- und Sozialtrakt, der sich durch sein Flachdach von der Fahrzeughalle absetzt, sind auch die Sanitärräume für Herren und Damen sowie ein „Schwarzbereich“, so man mit dreckigen Schuhen ankommen und sich waschen kann, untergebracht. Ebenso die Heizanlage mit Pellets. Die Photovoltaikanlage soll nach der Sommerpause auf dem Dach installiert werden.
Fahrzeughalle und Lager
Nebenan ist die Werkstatt, die genügend Raum für Reparaturarbeiten gibt. Das Herzstück ist die 529 Quadratmeter große Fahrzeughalle. In dem Pultdachgebäude ist eine zweite Ebene eingebracht, die als Lagerraum dient für alles, was in der aktuellen Saison nicht gebraucht wird. Direkt daneben befindet sich der Waschplatz sowie ein Gefahrgutlager.
Der dritte Komplex ist das Materiallager, wo etwa Sand und Split aufbewahrt werden. Daneben werden die Winterdienstgeräte aufbewahrt, außerdem gibt es ein Salzsilo.
Hinter dem Hauptgebäude ist etwas Platz: Dort soll ein Rasengitter hinkommen sowie Hochregale.
Beim Bau wurde viel Wert auf Ökologie gelegt, erklärt die Architektin: Wo es ging, wurde Holz verbaut – rund 75 Prozent dürften es sein. Besonders stolz ist Bauman auf die Blumen rund um den Bauhof – denn die Einfassung der Beete wurde aus Material von der Friedhofsanierung erstellt.
Tag der offenen Tür
Der neue Bauhof wird mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 20. Juli, seiner Bestimmung übergeben. Um 10 Uhr beginnt der Festakt für geladene Gäste mit Grußworten. Die Einweihung des Gebäudes wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, da beide Pfarrer verhindert sind. Ab 12 Uhr können sich die Dotternhausener umschauen: Zu jeder vollen Stunde wird es eine Gebäudeführung geben. Die Narrenzunft serviert Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen, der und die Jugendkapelle 2 des Musikvereinsumrahmen die Schlüsselübergabe.