Bereits teilweise erschlossen: Das neue Balinger Innenstadt-Baugebiet Urtelen. Das Bebauungsplanverfahren für den ersten Teilbereich wird demnächst abgeschlossen. Foto: Maier

Im Nordwesten von Balingen kommt nun nach langer Planungszeit das Neubaugebiet Urtelen. Probleme gibt es stellenweise noch wegen Geruchsbelästigungen und Lärm.

Balingen - Über den Bebauungsplan "Urtelen Teil I" hat am Mittwoch der Technische Ausschuss des Gemeinderats beraten – das Vorhaben kommt damit nach langer Zeit auf die Zielgerade. Seit 2014 ist die Stadtverwaltung mit dem Gebiet entlang der Geislinger Straße unterhalb des Heubergs befasst. Das Areal ist mittlerweile auch schon teilweise fertig erschlossen.

Was für das neue Baugebiet spricht: Die Balinger Innenstadt und der Bahnhof sind lediglich 700 Meter entfernt, die Sichelschule und der Kindergarten Hermann-Berg-Straße rund 1000 Meter. Zudem schließt sich das Naherholungsgebiet Heuberg und Balinger Tal an.

Der erste Planentwurf stammt aus dem Jahr 2017 und wies eine große Zahl an Einzelhausgrundstücken aus. Ihm folgten drei weitere mehrfach veränderte Entwürfe, die auf Nachverdichtung, drei- bis fünfgeschossige Bebauung und mehr sozialen Wohnungsbau setzen. Im dritten Plan wurde wieder eine in Balingen übliche dreigeschossige Bebauung mit Staffelgeschoss festgelegt, im vierten wurden Baufenster freigehalten, um Konflikte mit Gewerbebetrieben zu vermeiden.

Entlang der Geislinger Straße sowie im Norden und Nordosten des geplanten Quartiers sollen Bauplätze für Wohnen und Arbeiten entstehen. Im Norden ist ein "urbanes Gebiet" mit angemessener Baudichte und Versorgungseinrichtungen geplant.

Nur geringfügige Geruchsbelästigungen erwarten die Planer durch den Kamin der Firma FKM Buster, die Altöl- und Reststoffentsorgung betreibt. Dazu kommt in diesem Gebiet ein landwirtschaftlicher Betrieb. Lärm kommt von Buster und dem angrenzenden Gelände der Firma Mehrer. Kühl- und Lüftungsanlagen werden auch nachts betrieben. Doch sollen verschiedene Maßnahmen bewirken, dass die Belästigungen das zulässige Maß nicht überschreiten.