Die Kanalaufweitung in der Alten Nagolder Straße in Haiterbach verursacht unerwartet Mehrkosten von rund 70 000 Euro. Dabei geht es letztlich um die Sicherheit.
Das Kanalnetz der Stadt Haiterbach wurde 2019 hydrodynamisch neu überrechnet. Es wurden Maßnahmenpakete für hydraulisch kritische Bereiche erarbeitet. Eines dieser Maßnahmen beinhaltet die Aufweitung des vorhandenen Mischwasserkanals in der „Alte Nagolder Straße“ und den Umschluss selbigen auf Mischwassersammler unmittelbar vor dem Regenüberlaufbecken „RÜB 1 Sportplatz“.
Kosten lagen bisher bei 690 000 Euro
Die Bauarbeiten für die Kanalaufweitung hatte der Haiterbacher Gemeinderat Haiterbach im Juli vergangenen Jahres für rund 690 000 Euro an das Haiterbacher Unternehmen Rath vergeben. Die Förderung aus Landesmitteln liegt bei 80 Prozent
Im Laufe der Baumaßnahme wurden seitens der Firma Rath nun Sicherheitsbedenken geäußert. Sie geht davon aus, dass der Boden in Bezug auf den Baugrubenaushub für die Mauern und Treppe nicht standfest sei .
Aufgrund dessen sei vor Ort beschlossen worden, ein Bodengutachten erstellen zu lassen. Dies sei durch das Büro IHB anhand einer Schürfgrube durchgeführt worden. „Anhand des Bodengutachten konnte nachgewiesen werden, dass der anstehende Boden nicht standfest ist. Um die Baugrube ohne Verbau herstellen zu können, müsste man mit einer Böschungsneigung von 1:2 arbeiten“, heißt es in der aktuellen Sitzungsvorlage.
Zu wenig Platz
Dies Böschungsneigung sei jedoch durch die örtlichen Platzverhältnisse nicht umsetzbar. Aufgrund dessen habe das Büro IHB einen Verbau mittels rückverankertem Spritzbeton vorgeschlagen. Auf dieser Basis hat die Firma Rath ein entsprechendes Angebot eingeholt und hierfür einen Nachtrag gestellt. Der liegt bei 69 569 Euro.
Die Mehrkosten wird die Verwaltung der Förderstelle im Nachgang noch anmelden und eine Aktualisierung der Fördersumme anstreben. Gelingt dies, würden auch hier 80 Prozent von Land getragen.