Staatssekretärin Sabine Kurtz sagte Landwirten ministerielle Unterstützung beim Schlachthof Gärtringen zu. Foto: Uwe Priestersbach

Einen Dauerbrenner für die Landwirte bildete beim Bauerntag die Zukunft des regionalen Schlachthofs in Gärtringen.

Bauernverbandschef Gerhard Fassnacht machte jetzt in Ehningen klar: „Wenn wir es nicht schaffen, dieses Projekt so schnell wie möglich an den Start zu bringen, wird von der Tierhaltung in unserer Region nichts mehr übrigbleiben“.

Muss man Planung verschlanken?

Zuvor hatte Böblingens Landrat Roland Bernhard in seinem Grußwort betont, er sei nach wie vor der Meinung, „dass wir den Schlachthof in Gärtringen brauchen“. Allerdings erinnerte er gleichzeitig daran, dass sich bei einem Bürgerentscheid in Rottenburg 81 Prozent der abgegebenen Stimmen für den Erhalt des dortigen Schlachthofs ausgesprochen hatten. Somit rechne man nicht mehr mit dem Finanzierungsbeitrag aus Rottenburg und dem Landkreis Tübingen – so dass jetzt eine Million Euro für die Investition in den notwendigen Umbau des Gärtringer Schlachthofs fehlen. Eventuell müsse man die Planung verschlanken, wobei der Landrat die Flinte noch nicht so schnell ins Korn werfen will.

Starke Unterstützung aus Stuttgart

Staatssekretärin Sabine Kurtz sprach von einer „starken Unterstützung“ aus dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, wo man sich dezentrale Schlachthöfe wünsche.