Das Gemälde “The Western Wall“ von Gustav Bauernfeind wurde für 3,36 Millionen US-Dollar versteigert (Bildausschnitt). Foto: Bauernfeind-Museum

Das Gemälde “The Western Wall“ von Gustav Bauernfeind ist in New York für 3,36 Millionen US-Dollar versteigert worden. Richard Weinzierl vom Bauernfeind-Museum in Sulz erklärt, was das Bild für ihn so besonders macht.

Der Leiter des Bauernfeind-Museums, Richard Weinzierl, hat eine frohe Botschaft.

 

„Als Highlight des Tages wurde heute um 17.15 Uhr unserer Zeit bei Sotheby’s in New York von Gustav Bauernfeind das Gemälde ,The Western Wall’ für 2,8 Millionen US-Dollar plus 20 Prozent Aufgeld, also für insgesamt 3,36 Millionen US-Dollar versteigert“, erklärt er.

Hohe Preise auch in London

Nach zehn Geboten sei der Wert von 1,8 Millionen US-Dollar schließlich auf 2,8 Millionen angestiegen.

Von dem Werk gäbe es verschiedene Ausfertigungen, führt Weinzierl aus. Eine andere Ausführung sei beispielsweise bei einer Auktion für 4,5 Millionen Euro unter den Hammer gekommen.

„Der bestbezahlteste Maler

„Es ist eben immer die Frage, wie viele Mitbietende da sind“, gibt er eine Einschätzung. Die Versteigerungen zeigten jedoch, dass Bauernfeind, der 1848 in Sulz geboren wurde und 1904 in Jerusalem starb, der bestbezahlteste Maler Deutschlands des 19. Jahrhunderts sei.

„Für mich ist es immer erstaunlich, was er auf internationalen Aktionen für ein Geld bringt“, sagt Weinzierl. Wäre das schon zu seinen Lebzeiten der Fall gewesen, hätte es ihm sehr geholfen.

Ein beeindruckendes Gemälde

Bei dem Bild handelt es sich um ein großformatiges Gemälde von 130 mal 80 Zentimeter. Das in New York versteigerte Exemplar sei für den Museumsleiter die schönste Version, da es am meisten Menschen beinhalte.

„Die gezeigte Staffage ist einfach beeindruckend“, gibt er seine Eindrücke des figuralen Beiwerks an der Klagemauer wieder.