Bei der Firmenerweiterung auf Sulz-Kastell sind ökologische Ausgleichsflächen gefunden worden. Die neuen Parkplätze können also kommen. Foto: Schneider

Um den Schutz vor Überschwemmung, erneuerbare Energie und Ökologie ging es im Ausschuss Technik und Umwelt. Thema waren drei Bebauungspläne in Sulz.

In Sulz geht es voran, das sieht man an den drei Bebauungsplänen, die in der vergangenen Sitzung des Ausschusses Technik und Umwelt vorberaten wurden.

 

So ist das Gewerbegebiet „GE-West“ in Bergfelden mittlerweile nahezu komplett erschlossen und beherbergt zahlreiche große und mittlere Unternehmen. Diese sind vielfältig und innovativ und bieten für Hunderte Menschen Arbeitsplätze.

Ausnahme für Solarzaun

Bisher war in den örtlichen Bauvorschriften enthalten, dass Solar- und Photovoltaikanlagen nur in Dach- und Wandflächen sowie nur parallel dazu angebracht werden dürfen. Aufgrund der gesetzlichen PV-Pflicht wird diese Beschränkung aufgehoben.

Auf dem Gewerbegebiet West in Bergfelden können künftig Solarzäune errichtet werden. Foto: Schneider

Seitens des Landratsamt Rottweil wird eingewandt, dass, wenn herkömmliche Zäune als unzulässig erachtet werden, es in diesem Fall eine Ausnahme für Solarzäune brauche.

Achtung: Hochwasser

Beim Schuppengebiet in Renfrizhausen sollen sieben Doppelschuppen über eine Stichstraße erschlossen werden. Im südöstlichen Bereich ist eine Grüngutentsorgung vorgesehen, im südwestlichen Bereich die Aufstellung von Altglas-Containern. Nördlich des Kreisverkehrs soll eine etwa 600 Quadratmeter große Außenspielfläche für den Kindergarten im ehemaligen Dreher-Gebäude entstehen.

Damit bei einem „Jahrhunderthochwasser“ niemand in den neuen Schuppen nasse Füße bekommt, soll das Gebiet um 50 Zentimeter erhöht werden. Foto: Schneider

Allerdings sind die Hochwassergefahrenkarten mit Blick auf ein sogenanntes „Jahrhunderthochwasser“ für das Einzugsgebiet des Mühlbachs nicht korrekt. Deshalb solle dem Umweltschutzamt zufolge der Bereich um mindestens 50 Zentimeter angehoben werden.

Ausgleich ist vorhanden

Auch auf Kastell tut sich etwas. Bei einer Firma steht eine Erweiterung für zusätzliche Produktionsanlagen an. Dadurch fallen jedoch die bisher vorhandenen Stellplätze auf dem Firmengelände weg. Deswegen hatte man bei der Stadt zusätzlichen Flächenbedarf, eben vor allem für Parkplätze, angemeldet.

Jedoch sorgte die Suche nach ökologischen Ausgleichsflächen für Verzögerung. Die erweiternde Firma hat nun jedoch selbst eine Ausgleichsfläche – dabei handelt es sich um eine Fettwiese – zur Verfügung gestellt.

Alle drei Projekte wurden von den Mitgliedern des Ausschusses Umwelt und Technik zur Kenntnis genommen. Die finale Abstimmung erfolgt im Gemeinderat in der Sitzung am Montag, 23. Februar.