Wenn die noch ausstehende Fertigstellung einiger weniger Gewerke ohne Probleme verläuft, können Sonja und Tim Haug in wenigen Wochen einziehen.
Auf dem Hechinger „Killberg IV“, im größten Neubaugebiet des Zollernalbkreises, ziehen demnächst die ersten Häuslebauer ein. Sonja und Tim Haug freuen sich auf den Umzug von der kleinen Einliegerwohnung in Mössingen, der Heimat von Sonja Haug, in das schöne Einfamilienhaus im Hechinger Norden.
Die Haugs werden dann die ersten Bewohner des herrlich gelegenen Wohngebiets sein. Ihr zweigeschossiges und mit großen Fensterflächen ausgestattetes Wohnhaus hat natürlich Zollerblick.
Vor allem ist es – und das ist ein Novum in Hechingen – als erstes Haus an die schon im Vorfeld viel beachtete Nahwärmeversorgung des Gebiets angeschlossen worden.
Die Wärmeversorgung läuft
Grund genug für Bürgermeister Philipp Hahn und Stadtwerkechef Markus Friesenbichler, die künftigen Neubürger willkommen zu heißen und sich einen Eindruck von der Wärmeversorgung zu verschaffen. Die funktioniert einwandfrei, und zwar schon seit Anfang Oktober, als es galt, den Estrich trocken zu heizen. Das von der Heizzentrale in den Wärmekreislauf eingespeiste Warmwasser kommt mit 65 Grad Celsius an der sogenannten Übergabestation im Haus an und heizt dort wiederum das Wasser des Heizkreislaufes und das Brauchwasser auf.
Warmwasserspeicher notwendig
Notwendig ist dazu noch ein Warmwasserspeicher, um den Spitzenverbrauch abzudecken – zum Beispiel, wenn eine ganze Familie morgens duschen will. Das Haugsche Haus ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. In dieser zirkulierte am Dienstag nur 25 Grad warmes Wasser. Ergebnis: Im ganzen Haus war es mollig warm.
Sowohl die Hauseigentümer als auch Markus Friesenbichler sind regelmäßig mit Neugierigen konfrontiert, die sich über das nahezu CO₂ -freie Nahwärmesystem kundig machen wollen. Die Erfahrungsberichte sind zudem für die Stadtwerke wichtig, da das Nahwärmesystem – in seiner Größe bisher einzigartig in Deutschland – auch wissenschaftlich begleitet wird.
Problemlos übers Wärmenetz versorgt
Insgesamt sind aktuell im rückwärtigen Teil des Baugebiets fünf Einfamilienhäuser im Bau, näher an der Tübinger Straße sind es vier Mehrfamilienhäuser. Problemlos können diese übers Wärmenetz versorgt werden, auch wenn der große Speichersee, zentraler Bestandteil des Konzepts, noch gar nicht aktiviert ist. Dazu reicht die Energie aus, die über die Geothermie auf der ehemaligen Erddeponie produziert wird und die in der Heizzentrale mittels Wärmepumpe die Nahwärmezuführung aufheizt. Der dazu notwendige Strom wird über Photovoltaik-Elemente produziert – also CO₂-neutral.
Rundum zufrieden
Rundum zufrieden zeigten sich Sonja und Tim Haug mit den bisherigen Erfahrungen in Sachen Nahwärme. Dies gilt auch für die sogenannte Übergabestation. Diese ist bei dem nicht unterkellerten Haus im Technikraum im Erdgeschoss untergebracht und so leise, dass sie nicht zu hören ist. Philipp Hahn und Markus Friesenbichler freuten sich mit den Haugs über den gelungenen Neubau mit seiner alternativen Energieversorgung. Dafür gab es für die Neubürger Blumen und einen Geschenkkorb.