Er hat bereits mehrere Jahre auf dem Buckel und einiges erlebt: Nun soll der Rangendinger Festplatz nach einer Ratsentscheidung neu gestaltet werden.
Eine in die Jahre gekommene Fläche sanieren und gleichzeitig für eine ganze Menge neuer Parkplätze sorgen: Mit ihren Plänen für den Festplatz hat die Rangendinger Verwaltung vor, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Ortsbaumeister Jürgen Dieringer die konkreten Pläne vor.
Laut Dieringer sei das Ziel, einerseits 47 Parkplätze am Rand des Festplatzgeländes zu schaffen, aber andererseits auch dafür zu sorgen, dass die eigentliche Fläche „grün bleibt“. Inspirieren ließ man sich dabei vom Gelände der Forsthochschule Rottenburg, wo Dieringer und einige Kollegen aus der Verwaltung bei einer Fortbildung waren: Schotterparkplätze am Rand des Geländes mit Baumstämmen als Abgrenzung zur Rasenfläche, damit nicht in das Grün hinein geparkt wird.
Schotterunterbau soll Flexibilität bringen
Zusätzlich sollen hinter den Baumstämmen Bäume gepflanzt werden, die laut der Beschlussvorlage der Verwaltung für Schatten und eine bessere Aufenthaltsqualität sorgen sollen. Mit den neuen Parkplätzen sollen sowohl Anwohner aus der näheren Umgebung als auch Besucher von Halle, Sportanlagen, der Schule oder etwa des Spielplatzes bedient werden. In der Vorlage wird angemerkt, dass die derzeitigen Parkmöglichkeiten auf dem Festplatz nicht so genutzt werden, wie die Gemeinde es sich wünscht. Zudem sei die Fläche bislang nur sehr eingeschränkt und bei trockenem Wetter belastbar.
Bürgermeister Manfred Haug fügte hinzu, dass es auf der Straße Am kleinen Damm entlang des Festplatzgeländes keine LKW-Parkplätze mehr geben werde – der Platz würde durch die parkenden Autos nicht mehr vorhanden sein. Den Standort der Glascontainer vor Ort möchte man möglichst wenig ändern.
Auf eine Rückfrage aus dem Rat hin betont Dieringer bei den Parkplätzen die Flexibilität für die Zukunft: Da sie einen Schotterunterbau hätten, könne man einige der Parkflächen später etwa pflastern oder zusätzlich befestigen.
Kosten liegen bei rund 150 000 Euro
Paul Maichle (Rangendinger Bürger) wollte wissen, ob auch eine Drainage oder sonstige Entwässerungsmöglichkeit für den Festplatz angedacht ist, damit dort nach Starkregen nicht das Wasser steht. Von Dieringer hieß es, dass man einige Einläufe setzen werde, aber eine Drainage bisher nicht geplant ist. Haug fügte hinzu, dass man den Vorschlag einer Drainage mitnehmen werde: Sonst habe man am Ende auf dem Festplatz noch einen See, falls es regne.
Der Gemeinderat beschloss den Bau des vorgestellten Konzepts einstimmig. Dieses wird laut Schätzung der Verwaltung rund 150 000 Euro kosten. Auf Rückfrage der Redaktion bestätigte das Rathaus, dass die Bauarbeiten im September beginnen und spätestens Anfang November abgeschlossen sein sollen. Schließlich soll laut Haug bereits im nächsten Jahr etwa das Kreismusikfest auf dem neugestalteten Festplatz über die Bühne gehen.