Die künftige Schutzhütte des Waldkindergartens in Nagold diente auch schon als Kegelbahn. Foto: Fritsch

Nagold bekommt zwei Waldkindergärten. Der Technische Ausschuss hat deren Bau zum Preis von 450 .000 Euro einstimmig auf den Weg gebracht.

Nagold - Das Gebäude, in dem die Waldkita Rötenbad unterkommt, ist vor 100 Jahren erbaut worden und diente zwischenzeitlich auch als Kegelbahn. Die Schutzhütte befindet sich auf dem Areal des Ausbildungszentrums im Rötenbachweg und soll für die neue Nutzung grundlegend instandgesetzt werden: samt neuer Fenster, neuer Versorgungsleitungen und Erneuerung aller sanitären Anlagen. In dieser Hütte, direkt am Waldrand gelegen und damit idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch die Natur, sollen die Kinder Unterschlupf finden bei extremen Wetterbedingungen. Auch die Kita-Leitung soll hier einen eigenen Raum bekommen. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen werden auf 200.000 Euro geschätzt. Der Umbau selbst soll so schnell wie möglich erfolgen, damit der Waldkindergarten umgehend in Betrieb gehen kann.

 

Etwas teurer mit rund 250.000 Euro wird das Pendant in Hochdorf. Der vorgesehene Standort befindet sich in der Nähe des Sportplatzes und grenzt direkt an die Tennisanlagen. Auf dem Grundstück steht eine Schutzhütte, in der die Kinder bei Gewitter, Sturm und Frost Unterschlupf finden. Die alten Schuppen auf dem Grundstück sollen abgerissen werden und ein neuer Freisitz samt Geräteschuppen entstehen. Die Schutzhütte soll, bevor die Kinder hier einziehen, wie im Rötenbad grundlegend instandgesetzt werden. Auch in Nagolds größtem Stadtteil soll die Waldkita schnellstmöglich ihren Betrieb aufnehmen. "Die Waldkindergärten in der Region werden sehr gut angenommen", befand SPD-Stadtrat Daniel Steinrode in der TA-Sitzung, "es ist gut, dass sich auch Nagold auf den Weg macht".