Das Planungsbüro brachte den Schörzinger Ortschaftsrat auf den aktuellen Stand. Der Baubeginn könnte Mitte 2027 starten. Auch unter der Erde muss einiges getan werden.
Die Schörzinger Ortsmitte wird umfassend umgestaltet.
Darüber wurde vom Planungsbüro bereits im Juli 2025 referiert, damals in der gemeinsamen Gemeinderatssitzung in Schömberg.
In der jüngsten Ortschaftsratssitzung gab es zwischenzeitlich ein Update.
Klärung mit den Behörden
Bernd Ohnmacht vom gleichnamigen Ingenieurbüro war vor Ort und brachte die Ratsmitglieder auf den neuesten Stand der Planung. Im Fokus stand vor allem die Verkehrsanlage, für die Ohnmacht mit dem Landschaftsarchitekten Senner zusammenarbeitet. Sowohl die Verkehrsfläche selbst, wie etwa Straßenführung, -breite und -höhe als auch die Seitenbereiche werden aktuell angegangen.
Nach dem Einlesen der Vermessungsdaten soll die Planung innerhalb der nächsten vier Wochen abgeschlossen werden, um diese wiederum Straßenbauamt und Straßenmeisterei vorzulegen. Somit könne der Feinschliff in etwa sechs Wochen vorgenommen werden. „Die beschlossene Variante 1 wird aufgegriffen, und wir versuchen, so wenig wie möglich zu verändern“, erklärte Ohnmacht. „Es kann aber sein, dass Anpassungen für eine regelkonforme Planung erforderlich werden.“
Bereits vorab stehen die Planer mit den Straßenbehörden und dem Verkehrsamt in Kontakt, womit die erforderliche Stellungnahme mehr einer Formalität entspricht und keine ernsthaften Einwände erwartet werden – zumal abgesehen von der Fahrbahnbreite keine maßgeblichen Veränderungen der Verkehrsanlage erfolgen. Anschließend geht es weiter mit dem Auditor. Der Zuschussantrag muss nämlich bis Ende September gestellt werden. Danach wird zunächst Geduld gefragt sein, bis die Bewilligung kommt.
Wie genau die Maßnahme letztlich umgesetzt werden soll, werde mit den Behörden abgestimmt. Die Aufteilung in Bauabschnitte könne erfolgen, was Vorteile sowohl hinsichtlich Finanzen als auch Verkehrssicherheit mit sich bringt. Es sei aber nicht zwingend erforderlich, da alle betroffenen Straßen innerörtlich Alternativwege bieten.
Ein weiterer Faktor ist die Möglichkeit, dass der Landkreis die Schörzinger Durchfahrt zwecks eigener Baustellenumleitung beanspruchen könnte. Das Büro stimmt die Planung also mit den entsprechenden Behörden ab, auch für eine bessere Planbarkeit der Mittelanmeldungen zum Haushalt im Herbst. Der Baubeginn könnte laut Ohnmacht zwischen Mitte 2027 und Anfang 2028 erfolgen. Genau lasse es sich nicht sagen. „Da haben wir zum jetzigen Zeitpunkt noch zu viele Unbekannte“, so der Ingenieur.
„Die Wasserleitung muss raus“
„Die Wasserleitung muss raus“, brachte Ortsvorsteher Tommy Geiger ein weiteres Thema auf den Plan. „Das haben wir beim letzten Mal nicht gemacht, dieses Mal machen wir es auf jeden Fall.“
Es ist erst März und dennoch werden in Schörzingen für das Jahr 2026 bereits fünf Schäden an den Hauptleitungen aufgeführt. Laut Frank Tantzky von den Albstadtwerken lasse sich statistisch kein klarer Zeitraum festlegen, in dem Rohrbrüche besonders häufig auftreten. Die Ursachen für Rohrbrüche seien vielfältig. Häufig spielen Korrosion und Bodenbewegungen eine entscheidende Rolle. Letztere entstehen durch natürliche Prozesse, wie Frost, das anschließende Auftauen oder Trockenperioden, die den Untergrund verändern und die Rohre belasten.
„Es ist nicht grundsätzlich vorgesehen, die Leitungen in Schörzingen oder Schömberg anzuschauen“, informiert Sabine Neumann, Schömbergs Bauverwaltungs- und Ordnungsamtsleiterin auf Anfrage unserer Redaktion. „Das passiert, wenn wie in Schörzingen eine Straße gemacht wird oder eben bei einem Rohrbruch.“ Den Albstadtwerken zufolge empfiehlt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches jährlich etwa ein Prozent der Netzlänge zu erneuern. So könne gewährleistet werden, dass die Leitungen eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahren erreichen und die Versorgungssicherheit langfristig erhalten bleibt.