Die Gemeinde Maulburg – hier das Rathaus – will in die Höhe wachsen. Im Bauausschuss ging es um den Bebauungsplan „Starennest-Riegelmatt“. (Archivfoto) Foto: Ralph Lacher

Mit der Verdichtung von Wohnraum beschäftigte sich der Bauausschuss.

Nun gab der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zunächst einmal ein Schallschutzgutachten in Auftrag.

 

Der Anlass für die Debatte war eine Bauvoranfrage aus dem Jahr 2024: Im Gebiet des Bebauungsplans Starennest-Riegelmatt befinden sich Gewerbeflächen. Direkt daneben, im Bereich Blostweg/Belchenstraße, stehen vier einstöckige Wohnhäuser. Vor zwei Jahren stellte ein Eigentümer eine Bauvoranfrage, weil er sein Gebäude auf zwei Geschosse aufstocken und zum Mehrfamilienhaus ausbauen wollte. Dies war aber nicht möglich, weil der Bebauungsplan in diesem Bereich nur eingeschossige Wohnhäuser zulässt.

Verwaltung empfiehlt zwei Geschosse

Die Verwaltung empfehle, den Bebauungsplan so zu ändern, dass zwei Geschosse zulässig wären, zumal die Wohnhäuser in der Umgebung auch zwei Geschosse hätten, erläuterte Sachbearbeiterin Sandra Fluri. Doch vorher sollte mit einem Schallschutzgutachten geklärt werden, ob ein Nebeneinander von Gewerbebetrieben und zweigeschossigen Wohnhäusern überhaupt möglich wäre. Es gehe darum, das Nebeneinander von Wohnen und gewachsenem Gewerbe zu erhalten, bekräftigte Bürgermeisterin Jessica Lang.

Für das Schallschutzgutachten und eventuell die Änderung des Bebauungsplans sind im Gemeindehaushalt 30 000 Euro vorgesehen. Für das Gutachten liegt der Verwaltung schon ein Angebot der Firma Dr. Dröscher und Partner aus Tübingen von knapp 10 000 Euro (9871 Euro) vor.

Stimmen aus dem Ausschuss

Christian Leszkowski (SPD) wollte die Entscheidung über ein Schallschutzgutachten verschieben. Es gehe hier nur um ein kleines Gebiet, sagte er. Die Gemeinde solle das Geld lieber an anderer Stelle in die Nachverdichtung von Wohnraum stecken.

Kurt Greiner (Freie Wähler) zeigte sich skeptisch. Er fragte in der Sitzung an, ob der Aufwand für ein einziges Haus nötig wäre. Es gehe dabei ja um das gesamte Wohngebiet, erklärte Bürgermeisterin Jessica Lang.

Den Antrag, die Entscheidung über das Schallschutzgutachten zu verschieben, lehnte der Bauausschuss schlussendlich mehrheitlich ab. Den Auftrag für das Gutachten erteilte der Ausschuss schließlich mit fünf Ja-Stimmen und zwei Gegenstimmen von Christian Leszkowski und Heidrun Seidensticker (Freie Wähler).