Die niegelnagelneuen Spielgeräte sind auf die Umgebung des Spielplatzes – vor allem auf die Nachbarschaft zum Alten Schloss – abgestimmt. Foto: Köncke

Nach seiner Erweiterung und Umgestaltung ist das Außengelände der Kindertagesstätte Welkerstraße in Altensteig ein echtes Spielparadies.

Altensteig - Bestückt ist der 400 Quadratmeter große Spielplatz im Schlossgarten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte. Geliefert wurden sie von einer Spezial- Herstellerfirma. Der Gemeinderat hatte dafür 123 000 Euro genehmigt. Der städtische Bauhof errichtete die Anlage nach Vorgaben von Tiefbauamtsmitarbeiter Friedhelm Schuster und der Kindergartenleitung. Von der Auswahl und Anordnung der Spielgeräte war der Bau - und Umweltausschuss bei der Besichtigung so angetan, dass er den Verantwortlichen spontan Applaus spendete.

Alte Spielgeräte nicht mehr zu gebrauchen

Als die hölzernen Zuschauer-Sitzplätze des Amphitheaters nicht mehr dem Standard entsprachen, die Kommune Überlegungen anstellte, den Schlossgarten mit seinem imposanten Mammutbaum künftig für Feste und das jährliche Open-Air-Kino zu nutzen und weil die Zahl der Kinder in der Kita Welkerstraße zunahm, beschloss die Stadt, das Hanggelände oberhalb des Schlosses neu auszurichten. Die vorhandenen Spielgeräte waren nach Auskunft von Schuster nicht mehr zu gebrauchen, so dass neue angeschafft werden mussten.

Denkmalamt hat Einwände

"Gut, dass wir die Maßnahmen nach zwei Jahren Corona-Pause wieder vor Ort präsentieren können", freute sich Bürgermeister Gerhard Feeß. Nach der kompletten Sanierung der Tagesstätte im Bestand und einem Anbau habe man auch dem Spielplatz ein neues Gesicht geben wollen. Von vorn herein habe Klarheit darüber geherrscht, vor der historischen Burganlage keine Plastikhäuschen aufzustellen. Beim Vorhaben, den unteren Teil des Platzes mit einem Turm, einer Zugbrücke und einer Rutsche auszustatten und sich damit thematisch dem Schloss im Hintergrund anzunähern, hat das Denkmalamt den Planern einen Strich durch die Rechnung gemacht: Der angedachte Turm sei viel zu hoch, wurde angemahnt.

Eigener Bereich für Unter-Dreijährige

Folglich musste umdisponiert werden. Jetzt gibt es dort einen kleinen mittelalterlichen Markt mit Verkaufstheke, Holzhütte, Sitzhockern und einem hölzernen Esel mit Karren. Im mittleren und oberen Teil des verlängerten Spielplatzes fällt der Blick auf eine Doppelschaukel, ein Schwingnest, Kletterstangen, gestaffelte Aufgänge, ein Spielhaus mit Turm und Rutsche, eine Wassermatschanlage und andere Gerätschaften. Für Kinder unter drei Jahren wurde ein eigener Bereich geschaffen mit einem Kastell im Zentrum.

Ahorn spendet Schatten

Die Gegenstände bestehen aus langlebigem Robinienholz in Kombination mit Eiche. Der Boden ist mit Rasen, Holzhackschnitzeln und feinem Sand ausgelegt. Ein schattenspendender Ahorn lädt zum Ausruhen ein. Eingefasst ist der Spielplatz auf der Bergseite mit einem Holzzaun samt Eingangstür und auf der abschüssigen Talseite mit einem grünfarbenen Stabgitter.