Der Lageplan des neuen Spielplatzes im Ottmartal – unten liegen das "Spielschiff Katamaran" und das "Sandfloß" vor Anker, in der Mitte steht die große Schaukel, und oben befindet sich der für die Jüngsten vorgesehene Spielbereich. Grafik: Stadt Albstadt

Drei fast ganz aus Holz bestehende Mehrfamilienhäuser sind fertig, ein viertes geht der Fertigstellung entgegen – die Bauchronik im Ebinger Ottmartal ist eine Erfolgsgeschichte. Junge Familien sind dort ansässig geworden; fehlt nur noch ein Spielplatz.

Albstadt-Ebingen. Im Straßendreieck von Hukelturen-, Ottmartal- und Friedrich-Haux-Straße ist noch ein Geländezwickel frei, der selber die Form eines Dreiecks hat – hier soll er entstehen, der neue öffentliche Spielplatz für die Kinder, die in den Holzhäusern im Ottmartal wohnen. Den Bauaftrag hat der Technische und Umweltausschuss des Gemeinderats am Dienstag an die Schömberger Firma Nagel vergeben.

So sieht die Planung aus: Der neue Spielplatz soll mit Spielgeräten für drei verschiedene Altersgruppen möbliert werden; entsprechend wird er in drei separate Spielbereiche für diese Altersgruppen aufgeteilt. Der südlichste Teil des Spielplatzes ist für die älteren Kinder bestimmt; hier liegen das "Spielschiff Katamaran" und ein "Sandfloß" vor Anker. Nördlich schließt sich ein mittlerer Bereich an, den die "Dreifachschaukel Luna" dominiert", und im zuoberst gelegenen nördlichsten Zipfel des Geländes wird eine Kleinkindspielanlage installiert, die ihr Hersteller auf den Namen Sina getauft hat. Damit der Regen abfließen kann, erhalten die drei Spielbereiche jeweils eine Sickergrube, deren Größe zwischen einem und zwei Quadratmetern variiert.

Gelände ist abschüssig

Das Gelände ist abschüssig; die Höhenunterschiede werden durch eine Mauer aus L-Steinen und durch Schwellen aus recyceltem Kunststoff ausgeglichen. Letztere dienen zugleich als Randeinfassung und Sitzgelegenheiten; außerdem gehören zwei Sitzbänke zum Mobiliar. Die Eltern werden dankbar dafür sein.

Parallel zum Bau des Spielplatzes sollen an der Ottmartalstraße 15 Parkplätze entstehen, die durch eine Hainbuchenhecke vom Spielplatz getrennt ist. Asphaltierte Wege zwischen Häusern, Spielplatz, Parkplatz und Straßen komplettieren die Planung. Die Kosten des Projekts waren auf knapp 160 000 Euro geschätzt worden; die Firma Nagel hatte mit 154 780 Euro das billigste Angebot vorgelegt. Sie soll Anfang Oktober mit der Arbeit beginnen und nach Möglichkeit Ende November fertig sein.

Die Entscheidung des Ausschusses fiel einstimmig aus; Fragen aus dem Gremium gab es trotzdem. WSA-Stadtrat Thilo Frizenschaf regte an, die Attraktivität der Albstädter Kinderspielplätze durch Toiletten in der Nähe zu erhöhen – oder zumindest auf Hinweise, wo solche Toiletten zu finden seien. Oberbürgermeister Klaus Konzelmann und Baubürgermeister Udo Hollauer gaben darauf zu bedenken, dass Albstadt 55 Kinderspielplätze besitze – die könne man nicht alle mit Dixi-Toiletten ausstatten. Der Meßstetter Spielplatz Blumersberg, den Frizenschaf erwähnt hatte, könne in dieser Hinsicht kaum als Vorbild dienen; er sei ein von der EU gefördertes Millionenprojekt. Worauf Frizenschaf erklärte, so sei es nicht gemeint gewesen – indes könne man doch dort, wo ohnehin schon Toiletten in der Nähe seien, etwa an der Schalksburgschule, entsprechende Hinweise anbringen. Auch wenn man gut sei – ein wenig besser gehe es immer noch.

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