Beim Baustart (von links): Dagmar Frenk (Ortsvorsteherin Nonnenweier), Andreas Zuska (Bauamt), Wolfram Döring und Dietmar Boos (beide Ingenieurbüro Boos), Achim Rehm (Bauamt), Bürgermeister Marco Gutmann, Michael Krenkel (Ortsvorsteher Allmannsweier), Patrick Fertig (Ortsvorsteher Ottenheim) und Dominik Ruth-Schmieder (Bauleiter Christian Pontiggia Tief- und Straßenbau) Foto: Gemeinde Schwanau

Die Gemeinde Schwanau will endlich eine moderne und nachhaltige Trinkwasser-Infrastruktur für alle Ortsteile. In Allmannsweier haben die Bauarbeiten begonnen.

Die Trinkwasserversorgung in Schwanau ist ein herausforderndes Thema: Bisher sind nur Teilgebiete an die zentrale Trinkwasserversorgung des Wasserversorgungsverbands Ried angeschlossen und für viele Schwanauer Bürger ist es üblich, das Trinkwasser aus dem eigenen Brunnen zu beziehen.

 

Nun geht die Gemeindeverwaltung ein zentrales Vorhaben zur Behebung der schlechten Wasserversorgung in den Ortsteilen an: Laut Pressemitteilung der Schwanauer Gemeinde „stellt der Ausbau des Ringschlusses in der Gemeinde Schwanau einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der zentralen Trinkwasserversorgung aller Ortsteile dar.“

Der seit vielen Jahren geplante Ringschluss besteht aus drei großen Teilprojekten, die nacheinander umgesetzt werden und soll zügig durchgeführt werden. Baubeginn für die erste Phase war bereits am 20. Januar in Allmannsweier.

Individuelle Pläne

Jeder Abschnitt braucht eigene Planungen, Genehmigungen und Ausschreibungen. Die neuen Leitungsabschnitte, die in den drei Bauabschnitten gebaut werden, verbinden zukünftig den Bereich „Oberen Graben“ mit dem Tiefbrunnen Ottenheim, führen vom Gewerbegebiet Allmannsweier in das Gewerbegebiet Nonnenweier und schließen den Abschnitt zwischen den Ortsteilen Nonnenweier nach Wittenweier, bis in den Straßenbereich „In den Wolfackern“.

Der dritte Abschnitt geht noch in die Ausschreibung

Der zweite Bauabschnitt soll noch vor Beginn der Sommerferien abgeschlossen werden. Der dritte Bauabschnitt befindet sich derzeit in der Ausschreibung, soll sich aber möglichst nahtlos anschließen, teilt Bürgermeister Marco Gutmann im Gespräch mit unserer Redaktion mit.

Durch die neue Ringleitung werde die vorhandene Trinkwasserversorgung nicht nur widerstandsfähiger gegenüber Störungen, sondern auch flexibler und effizienter und ermögliche den zukünftigen, innerörtlichen Ausbau des Leitungsnetzes, heißt es dazu in der Mitteilung.

Mit einer Gesamtlänge von fast 6000 Metern soll laut Mitteilung ein geschlossenes und leistungsfähiges Leitungsnetz entstehen, das die Versorgungssicherheit in der gesamten Gemeinde Schwanau erhöhen und die Anbindung an den Wasserversorgungsverband Ried ermöglichen soll. Die Investitionssumme von rund 2,7 Millionen Euro unterstreicht die Bedeutung dieses Infrastrukturprojekts. Das Land Baden-Württemberg fördert mit 1,52 Millionen Euro.

Beim offiziellen Baustart betonte Bürgermeister Marco Gutmann im Beisein der teilnehmenden Ortsvorsteher die Bedeutsamkeit des Infrastrukturprojektes: „Mit dem Ringschluss schaffen wir eine robuste und zukunftsfähige Infrastruktur, die alle Ortsteile zuverlässig miteinander verbindet. Das ist eine Investition in die Versorgungssicherheit unserer Gemeinde – heute und für kommende Generationen.“

Nach dem Ringschluss

Aus den bisherigen Beratungen im Gemeinderat wird deutlich, dass viele Verbesserungen beim Schwanauer Wasser erst schrittweise greifen. Denn bis auch die innerörtliche Versorgung aller Haushalte vollständig ist, wird es noch eine ganze Weile dauern. Das Thema werde den Gemeinderat über Jahrzehnte hinweg noch beschäftigen, hatte Gutmann im Gemeinderat mehrfach deutlich gemacht.