Am östlichen Teil des Freudenstädter Hauptbahnhofs gibt es sichtbare Baufortschritte Foto: Lothar Schwark

Von Gästen der bevorstehenden Gartenschau kann der Hauptbahnhof in Freudenstadt vollumfänglich genutzt werden, erklärte Oberbürgermeister Adrian Sonder im Pressegespräch. Das ist der Stand der aktuellen Modernisierungsmaßnahmen.

Aktuell modernisiert die Deutsche Bahn (DB) den Freudenstädter Hauptbahnhof. Der Startschuss erfolgte 2024. Bis 2026 soll das historische Gebäude denkmalgerecht saniert und technisch auf den neusten Stand gebracht werden. Die DB investiert 3,5 Millionen Euro, um Reisenden eine verbesserte Aufenthaltsqualität zu bieten und gleichzeitig die historische Architektur des Gebäudes zu erhalten.

 

Die Auffrischung und Modernisierung des Hauptbahnhofs ist derzeit nicht nur am Gerüst erkennbar. Bei einem Pressegespräch, an dem Oberbürgermeister Adrian Sonder teilnahm, erläuterten Jochen Wagner, Martin Baum und Martin Bächle von der Deutschen Bahn (InfraGo) den Fortgang der Arbeiten.

Bis zur Gartenschau

Aktuell werden das Dach und die charakteristische Holzschindelfassade denkmalgerecht saniert. Bis zum Beginn der Gartenschau soll der Ostflügel mit Schindeln in einem hellgelben Anstrich versehen sein. Erneuert wurden die Eingangstüren der Schalterhalle – sie öffnen und schließen nun automatisch.

In der Schalterhalle wurde die Decke erneuert, neue Sitzbänke wurden mittig in der Halle angebracht. Eine moderne Beleuchtung wurde installiert. Auch eine digitale Abfahrtstafel in der Wartehalle soll kommen. Das alles sei möglich gewesen, da für die Wartehalle kein Denkmalschutz bestehe. Um die Energieeffizienz zu verbessern, wurden Fenster und Türen einzelner Räumlichkeiten teils schon im Vorjahr ersetzt.

Anders sieht es für das Restgebäude aus, das um 1910 fertiggestellt wurde. Hier restauriert die Bahn die originalen Sandsteinelemente im Westflügel. Die Fassade zeigt sich derzeitig im Steinkleid, das vom Fachwerkbau getragen wird. Das Fachwerk sei von Fachleuten in Augenschein genommen worden. Besonders stark beschädigte Fachwerkbereiche werden aufwendig restauriert, um dauerhaft die historische Bausubstanz zu erhalten. Die Bauleitung geht davon aus, dass die Außenarbeiten am Westteil noch 2025 abgeschlossen werden können.

Eingangstreppe mit Rampe

2026 folgen weitere technische Modernisierungen. So baut die DB eine neue Heizanlage ein. Vor der Schalterhalle wird die Eingangstreppe erneuert, wobei für Rollstuhlfahrer eine Rampe vorgesehen ist. Auch das umliegende Gelände soll neu gestaltet werden.

Bei einem Rundgang mit (von links) Martin Büchle, Jochen Wagner und Martin Baum von der Deutschen Bahn (InfraGo) informierte sich Oberbürgermeister Adrian Sonder (rechts) über den Fortgang der Bauarbeiten am Hauptbahnhof. Foto: Lothar Schwark

Zur Sprache kam, dass die DB ihre Zukunftsbahnhöfe nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard aus einem Guss modernisiere. Für eine verbesserte Anschlussmobilität und Vorplatzsituation arbeite die DB vor allem mit den Ländern, Städten und Kommunen partnerschaftlich zusammen. Für Fahrgäste, die nach Freudenstadt wollen, ist der Hauptbahnhof ein Tor zur Stadt. Ebenso ist er wichtiger Umsteigepunkt der regionalen Zubringerbahnen.

Aushängeschild der Stadt

„Mit unserer Investition gestalten wir den Hauptbahnhof zu einem würdigen Aushängeschild für die Stadt“, brachte Jochen Wagner als stellvertretender Bahnhofsmanager Karlsruhe zum Ausdruck. „Er ist für uns Teil der Zukunftsbahnhof-Initiative, die Tradition und Moderne vereint. Ich freue mich auch für alle Gartenschau-Besucher, dass die Arbeiten gut voranschreiten“, so Wagner.

Am Westflügel sind aktuell die Bausubstanz und das Fachwerk zu sehen. Foto: Lothar Schwark

„Wir sind froh, dass die Bau- und Renovierungsarbeiten soweit fortgeschritten sind, dass der Bahnhof zu Beginn der Gartenschau Freudenstadt Baiersbronn 2025 im ,Tal X‘ am 23. Mai von den Gästen voll genutzt werden kann“, sagte Oberbürgermeister Adrian Sonder. „Der ÖPNV und hier insbesondere der Haupt- und der Stadtbahnhof spielen im umweltfreundlichen Gesamtverkehrskonzept eine zentrale Rolle“, erläuterte er.