Für die Sanierung des Haus des Gastes wurden nach einer zweiten Ausschreibungsrunde weitere drei Gewerke in einem Umfang von 135 400 Euro vergeben.
Nachdem der Gemeinderat im Februar die ersten vier Gewerke mit einem Volumen von 136 000 Euro vergeben hat und inzwischen die Bauarbeiten voll im Gange sind, wurden in jüngster Ratssitzung weitere drei Firmen beauftragt.
Nach Auskunft von Noch-Bauamtsleiter Michael Jehle sei für die neue Heizungsanlage eine Pelletsheizung mit Lagerraum im ehemaligen Heizöllager ausgeschrieben worden. Von vier aufgeforderten Firmen habe mit Vollmer aus Schenkenzell nur eine ein Angebot unterbreitet. Dieses läge exakt bei jenen 80 000 Euro, die im Haushalt eingestellt seien. Ein zweites Angebot sei ein Tag zu spät eingegangen, weshalb es nicht mehr gewertet werden durfte, informierte Jehle.
Guten Preis erhalten
Für die im Erdgeschoss eingerichtete Allgemeinarztpraxis fehle an vier Fensterelementen noch ein Sonnenschutz in Form von Senkrechtmarkisen. Alle drei angeschriebenen Unternehmen hätten ein Angebot eingereicht. Am günstigsten habe die Schreinerei Breithaupt aus Tennenbronn mit 6057 Euro eingegeben. Damit werde der Haushaltsansatz von 8500 Euro unterschritten. „Die Firma Breithaupt hat in diesem Jahr schon Fenster in kommunalen Gebäuden eingebaut und gute Arbeit geleistet“, verbürgte sich der Bauamtsleiter.
Deutlich über der Kostenberechnung von 40 000 Euro lag das Ausschreibungsergebnis bei den Malerarbeiten für die Fassade, bei denen die Firma Lachenmaier aus Schenkenzell mit 49 600 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte. „Bei diesem Gewerk habe ich die Gerüstarbeiten mit sieben Euro pro Quadratmeter eindeutig zu niedrig angesetzt“, räumte Jehle einen Fehler ein und sprach trotzdem von einem guten Preis, den man erhalten habe, da der zweite Bieter immerhin 56 400 Euro für die Ausführung haben wollte. Alle drei Gewerke wurden von den Räten einstimmig an den jeweils günstigsten Bieter vergeben.
Damit wurden für die Sanierung des Haus des Gastes bisher sieben Gewerke für insgesamt 271 400 Euro vergeben. Gemäß der Kostenberechnung soll die Sanierung circa 345 000 Euro verursachen. Die Gemeinde rechnet mit einer Förderung von 155 000 Euro.
Hebammenpraxis statt Schwangerenberatung
Wie Bürgermeister Bernd Heinzelmann versicherte, funktionierten bisher die Absprachen unter den Handwerkern auf der Baustelle sehr gut. Vor wenigen Tagen habe die BTS aus Schiltach mit den Betonsägearbeiten für den Einbau des Aufzugs begonnen. Da die Zahnarztpraxis in der kommenden Woche geschlossen habe, würden die Bauarbeiten dort fortgesetzt.
Gleichzeitig gab der Bürgermeister bekannt, dass die bisherige Schwangerenberatung in der Hebammenpraxis räumlich ins Rathaus umgesiedelt worden sei. Bis im Sommer würden drei junge Hebammen ihr Projekt starten und in der bisherigen Hebammenpraxis einen Hebammenstützpunkt einrichten.