Das Feuerwehrgerätehaus der Abteilung Kaltbrunn in Vortal erhält neue Einfahrtstore und ein Teil des Bodenbelags wird saniert. Foto: Herzog

Das Feuerwehrhaus der Abteilung Kaltbrunn bekommt neue Tore und der Bodenbelag im Ein- und Ausfahrtsbereich wird saniert. Um Kosten zu sparen, bringt die Wehr Eigenleistung mit ein.

Die drei Falttore des Feuerwehrgerätehauses der Abteilung Kaltbrunn im Ortsteil Vortal, wovon zwei die Fahrzeugboxen und eine den Lagerraum schließen, sind in die Jahre gekommen. In der Sitzung des Gemeinderats berichtete Bürgermeister Bernd Heinzelmann von erheblichen Mängeln.

 

An den Toren seien deutliche Risse festzustellen. Außerdem seien sie undicht, wodurch unangenehme Zugluft ins Gebäudeinnere eindringe. Dies wiederum führe in den Wintermonaten zu erheblichen Wärmeverlusten und beeinträchtige die Energieeffizienz des Gebäudes. Auftretende Feuchtigkeit könne Schäden an Fahrzeugen, Geräten und Einsatzkleidung verursachen.

Zudem weise der Bodenbelag im Ein- und Ausfahrtsbereich Risse auf, der saniert werden müsse, schilderte der Bürgermeister. Nachdem die Sanierungsmaßnahme schon ein paar Jahre geschoben werde, soll sie nun umgesetzt werden.

Angebote für neue Tore

Die Verwaltung habe bei vier Firmen Angebote für neue Tore eingeholt. Ein Angebot mit rund 50 000 Euro habe bei ihm für Kopfschütteln gesorgt. Mit knapp 20 000 Euro habe die Firma Imexal aus Herrenberg das günstigste Angebot unterbreitet und beinhalte Lieferung und Einbau. „Alle Firmen, die sich das Gerätehaus angesehen haben, empfehlen uns, zuerst den Bodenbelag zu sanieren und dann die Tore einzubauen. So können Anpassungsarbeiten vermieden werden“, informierte Heinzelmann.

Sanierung des Belags

Für die Belagssanierung habe der örtliche Unternehmer Siegbert Armbruster mit 5200 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Mit ihm sei vereinbart worden, dass die Betonabbrucharbeiten durch die Feuerwehr in Eigenleistung übernommen würden. Durch die Verwendung von vorhandenen Pflastersteinen des Bauhofs und die erforderliche Anpassung und Verlegung von Elektroleitungen durch die Wehr könnten Kosten von rund 700 Euro gespart werden. Die Gesamtinvestition betrüge dadurch circa 24 500 Euro. Die Finanzierung müsse überplanmäßig erfolgen. „Wir haben im aktuellen Haushalt 17 000 Euro und in 2027 weitere 27 000 Euro veranschlagt. Aus wirtschaftlichen und technischen Gründen empfehlen wir, beide Maßnahmen gemeinsam durchzuführen. Eine zeitliche Trennung birgt das nicht kalkulierbare Risiko von Preissteigerungen“, betonte der Bürgermeister. Des Weiteren schlug Heinzelmann vor, wie das Feuerwehrhaus Schenkenzell mit einem sogenannten elektrischen Einspeisepunkt auszustatten, um bei Stromausfall das Gebäude mit einem Notstromaggregat zu versorgen. Hierfür liege von der Firma Harter aus Schenkenzell/Schiltach das günstigste Angebot in Höhe von 1070 Euro vor.

Sicht des Ortsvorstehers

Kaltbrunns Ortsvorsteher und Gemeinderat Stefan Maier befürwortete die Sanierung in einem Aufwasch. Die Tore seien schwerfällig und müssten dringend ausgetauscht werden, da beim Öffnen und Schließen wertvolle Zeit im Falle eines Einsatzes verloren gehe. „Wir sollten da auch keinen Mercedes für 50 000 Euro einbauen. Außerdem haben wir handwerkliche Fachmänner in unseren Reihen und können die Eigenleistung garantieren, wofür ich dankbar bin. Diese Arbeit ist aber nicht in einem Tag erledigt. Bei der Erneuerung der Tore geht es auch um Diebstahlschutz“, bekräftigte Maier.

Einstimmig beschloss das Ratsgremium, den Bodenbelag im Feuerwehrhaus Kaltbrunn zu sanieren, anschließend die Tore zu erneuern und ein Notstromaggregat zu beschaffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, dem jeweils günstigsten Bieter den Zuschlag zu erteilen.